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Street Fighter 5 und der Capcom Cup - Special

Kim Kardashians Popo-Klatscher und 120.000 US-Dollar

Vorschau Benjamin Kratsch

Eine Runde Armdrücken in San Francisco: Wir haben etliche Stunden mit „Street Fighter 5“ verbracht, fast das ganze Roster erlebt, Booty-Slams mit Mika verteilt und mit dem Herrn der Fäuste Yoshinori Ono über Inspirationen, Taktiken und Wölfe im Schafspelz geredet. Ausserdem im Special: Mit Meritsu-Hadoken zu 120.000 US-Dollarn. GAMES.CH zu Gast auf dem Capcom Cup.

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„Street Fighter 5“, das ist ein Spiel was sich der Kampfkunst auf fast schon philosophische Weise nähert. Es hat die Inszenierung und Brachialität, die Fans lieben und erwarten. Aber auch eine Emotionalität in seinem Tutorial, die überrascht. Profis sind oft geneigt solche Einführungen zu überspringen, doch tut das nicht, denn Altmeister und Herr der Fäuste Yoshinori Ono und sein Team katapultieren euch in die Anfänge der Serie zurück. In eine Zeit, in der Ryu sich oft vor seinem Lehrmeister Gouken blamiert. Ein Typ, stämmiger und grösser als Yoda, aber mit ähnlich bedeutungsschwangeren Aussagen: „Ryu, wenn du einfach nur blindlings losstürmst, wirst du nie die Antwort finden, die du suchst. Nimm dir Zeit, ruhe und denke an dein Ziel. Sinniere darüber, wo du herkommst und wo dich deine Faust hinführen soll.“ Und wo Yoda seinem jungen Padawan lehrt seinen X-Wing aus dem Morast Dagobahs zu befreien, sagen die Worte von Gouken ziemlich genau, worauf es in „Street Fighter 5“ ankommt: Taktisch denken, aufs Timing achten, im richtigen Moment zuschlagen. Eine Formel, die seit 28 Jahren aufgeht, aber noch nie so absurd gut aussah.

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Die Kämpferinnen und Kämpfer wirken als hätte man die Original-Actionfiguren vor 2D/3D-Kulissen gestellt und dann mit viel Liebe von Hand animiert. Messerscharfe Texturen treffen auf überzeichnete Hauttöne, dicke Muskeln und hübsch eingesetzte Stoffphysik, schliesslich basiert „Street Fighter 5“ auf Epics brandneuer und ziemlich mächtiger Unreal Engine 4. Oh und haben wir die Busenphysik erwähnt: Im Vorfeld gab's viel Aufschrei um zu wenig Freizügigkeit, die Ladies sind aber nach wie vor mit kalifornisch-Doppel-D ausgestattet. Wunderschön sind auch die stimmigen Locations. Ein Wasserfall beispielsweise, der friedlich im Hintergrund plätschert, während sich Wrestling-Göttin R. Mika mit Ryu duelliert und zu einem ihrer Super-Moves ausholt, dem Poppoklatscher, der eigentlich „Flying Peach“ heisst. Yoshinori Ono, Herr der Fäuste und Godfather of Street Fighter ist ja nie um einen Gag verlegen und wenn ihr die neue V-Leiste füllt, die die Super-Kombos ersetzt, dann schnappt sich Mika den Mann im kultigen Hachimaki, schleudert ihn rüber zu ihrer Freundin, die katapultiert ihn in die Luft und zusammen zerquetschen sie sein Antlitz mit einem Booty-Slam. Da kann auch Kim Kardashian noch was lernen.

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