Auch in diesem Jahr wird Nintendo nicht müde, die Switch 2 mit exklusiven Games sowie gleich beide Generationen der Hybridkonsole mit neuer Soft- und Hardware zu bedienen. In der Europazentrale des Publishers konnten wir "Mario Tennis Fever", die Erweiterung "Gemeinsam im Bellabel-Park" zu "Super Mario Bros. Wonder" und den "Virtual Boy" ausprobieren. Darüber hinaus durften wir erstmals die Switch-2-Versionen der Capcom-Titel "Pragmata" und "Resident Evil Requiem" anspielen.

Wenn Nintendo in seine Frankfurter Europazentrale ruft, lohnt sich ein Besuch eigentlich immer. Diesmal konnten wir mit dem Switch-2-exklusiven Funsport-Spiel "Mario Tennis Fever", der Switch-2-Edition von "Super Mario Bros. Wonder" inklusive der Koop- und Versus-Erweiterung "Gemeinsam im Bellabel-Park" sowie einigen Titeln auf dem Virtual Boy für Switch 1 und 2 gleich mehrere der potenziellen Frühjahrs-Highlights für euch anspielen. Ob die Hands-on-Sessions unsere Vorfreude steigern konnten oder nicht, erfahrt ihr in diesem Special.
Super Mario Bros. Wonder + Gemeinsam im Bellabel-Park
"Super Mario Bros. Wonder" war bereits in der 2023 veröffentlichten Fassung für die erste Switch ein exzellentes Jump 'n' Run. Daran ändert sich mit der Switch-2-Edition selbstredend nichts. Hier ist dank höherer Auflösung und nicht zuletzt der HDR-Unterstützung lediglich alles noch um einiges schärfer und die Farben so satt, dass man sich am liebsten gleich reinlegen würde. Gespielt haben wir aber natürlich nicht noch mal das exzellente Hauptspiel, das inhaltlich unverändert bleibt, sondern die parallel voraussichtlich am 26. März auch für die erste Switch erscheinende Erweiterung "Gemeinsam im Bellabel-Park". Dieser virtuelle Park umfasst etliche Koop- und Versus-Challenges für bis zu vier Teilnehmer an einer Konsole oder gar bis zu zwölf im Online-Modus. Letzteren konnten wir noch gar nicht ausprobieren. Wenigstens in denen, die aus Rennen bestehen, wo ihr etwa durchgehend fliegt oder auf einem Flummi bis zum Ziel hüpfen müsst, scheinen sich die Spieler im Online-Modus nicht gegenseitig blockieren zu können. Das erscheint bei einer so grossen Anzahl an Teilnehmern auch sinnvoll.

Insgesamt 17 Spielvarianten, die jeweils zig verschiedene Levels umfassen, stehen euch dabei zur Auswahl, auch für lokale Partien. Die Online-Varianten für bis zu zwölf Spieler (Switch 2; acht auf Switch 1) sind aber wohl auf sechs Attraktionen, also Hauptspielvarianten, begrenzt. In einem der kooperativen Modi gilt es, eine Art Bombe bis zu einer Kanone zu transportieren. Das Spiel zeigt stets an, welche der Figuren die Bombe gerade tragen sollte. Hält sie dann jemand anders in Händen, läuft der Timer der Bombe ab und stoppt entsprechend, wenn der richtige Träger sie hat. Wir konnten mühelos unterhalb der Zielvorgabe bleiben. Allerdings handelte es sich lediglich um einen Ein-Stern-Level, also einen relativ kurzen und architektonisch eher einfach gehaltenen Abschnitt. In den höherstufigen dürfte es erheblich knapper ausfallen, insbesondere wenn die Bombe bei der Abgabe in eine ungünstige Position geworfen wird. Ebenfalls kooperativ ausgelegt ist eine andere Spielvariante, in der optional auch die nur auf Switch 2 nutzbare Mausfunktion zum Einsatz kommt. Dabei entscheiden sich die Teilnehmer separat zwischen der Rolle als Läufer und als Bauer. In letztgenannter Funktion gilt es, über Abgründe Brücken aus einzelnen Klötzen zu errichten, die sich auflösen, wenn man zu lange an einer Stelle verharrt. Da wir selbst einen Läufer spielten, können wir es nicht sicher sagen. Wir gehen aber stark davon aus, dass das Bauen mittels der Mausfunktion leichter von der Hand geht.

Mit dem Bauen allein ist es natürlich nicht getan. Denn wir treffen immer wieder auf Hindernisse wie Kisten, die den Weg versperren. Um sie zu zerstören, müssen von Gegnern geworfene Objekte über die Brücken so geleitet werden, dass die Kisten zerstört werden. Da die Widersacher in Richtung der Läufer werfen, müssen die ihre Position in Absprache mit den Bauern entsprechend wählen. Das ist wirklich nett. Ob es auch auf Dauer Lust macht, ist schwer zu sagen. Da jede Abschlusszeit festgehalten wird, dürfte das Erreichen immer neuer Rekorde jedoch einen wichtigen Teil der Motivation bilden.
Ebenfalls selbst spielen konnten wir den Level einer Attraktion, die man unter "Hide and Seek" einordnen könnte. Auf Knopfdruck nehmen zwei der vier Spieler an einer gewünschten Stelle die Form eines Umgebungsobjekts an. Die anderen können sie mit einer Art Aufdeckungsaktion sichtbar machen. Wer sich insgesamt am längsten verstecken konnte, gewinnt. Der Witz dabei ist, dass die anderen Teilnehmer prinzipiell eure Verwandlung sogar sehen können. Aufgrund der ständigen Wechsel ist es allerdings nur schwer möglich, alles im Blick zu behalten. Zu guter Letzt konnten wir einen der Levels spielen, in denen jeder Held, übrigens auch der von uns gespielte grüne Yoshi, jeweils einen Yoshi vorn in einer Bauchtasche trägt. Dabei ist der Abschnitt vornehmlich von Äpfeln gesäumt, die der Bauchtaschen-Yoshi automatisch futtert, wenn ihr euch einem Gegenspieler annähert. Zwischendrin erscheinen zudem goldene Äpfel, die mehr Fresspunkte geben. Faules Obst hingegen kostet euch Punkte. Wer die meisten Zähler ansammelt, gewinnt. Der Gag besteht darin, dass der kleine Yoshi immer dicker und der Träger dadurch zunehmend langsamer und behäbiger wird. Witzig ist das allemal.
Noch mehr Challenges aus der Kampagne
Mit der Erweiterung kommt neben dem eigentlichen Park mit seinen Attraktionen unter anderem auch eine Zeltwiese hinzu, über die ihr beispielsweise auf einen neuen Spielmodus bei Toad zugreifen könnt. Dabei handelt es sich um kleine, aus dem Hauptspiel entlehnte Challenges, bei denen es etwa gilt, alle Münzen in einer Passage einzusammeln. Vermutlich muss man in anderen auch einfach einen Abschnitt in möglichst kurzer Zeit bewältigen. Diese Challenges können allein oder mit bis zu drei Mitspielern lokal an einer Konsole bzw. im lokalen Netzwerk gespielt werden - wie im Bellabel-Park via Game-Share-Funktion auch, wenn nur einer das Spiel besitzt. Neben der Befriedigung, es geschafft zu haben, winken obendrein Sticker für den Abschluss, um am Ende vielleicht irgendwann eine komplette Sammlung zu haben.

Neu hinzu kommen darüber hinaus Rosalina als spielbarer Charakter und Sidekick Luna, der in kooperativen Spielen auch als Hilfscharakter eingreifen kann, um etwa leichter (und wahlweise per Mausfunktion) Gegner in der Umgebung auszuschalten. Ob es den neuen Hilfsmodus für die Kampagne, bei dem man komplett unverwundbar ist und selbst nach einem Sturz ohne Nachteil zurückkehrt, nun unbedingt gebraucht hätte, mag jeder für sich beantworten. Doch Spiele sind für alle da. Wenn dadurch weitere Spieler, die sonst womöglich überfordert wären, Spass mit Mario und Co haben können, ist das absolut legitim.
Ausblick

Ob "Gemeinsam im Bellabel-Park" mit seinen vielen Koop- und Versus-Challenges sowie weiteren neuen Inhalten eine üppige Bereicherung oder eher ein netter Zusatz ist, wird erst der finale Test zeigen können, wenn wir mehr als ein paar Runden absolvieren konnten. Wer das Hauptspiel schon liebte und Lust auf kompakte Herausforderungen hat, kommt im Zweifel aber nicht umhin. Die Switch-2-Edition legt im erwartbaren Mass visuell zu, was das Spiel zwar nicht besser, aber definitiv noch ein bisschen hübscher macht.