Anfang Januar war es so weit: Mit Sack und Pack zog der Swiss Game Hub aus dem Zentrum Zürichs nach Oerlikon. Wir haben mit Samuel Vonäsch aus dem Hub-Organisationsteam über die Vorteile und Besonderheiten des neuen Co-Working-Spaces in der ehemaligen Werkhalle 87S gesprochen.
Samuel, ihr seid kürzlich mit dem Hub in die Erich-Mann-Strasse 11 nach Oerlikon umgezogen. Warum?
Samuel Vonäsch: Einerseits, weil wir aus allen Nähten platzten, gerade was die Teams anbelangt. Andererseits fehlte ein repräsentativer Space, der Events wie Konferenzen oder Festivals wieder in die Schweiz bringt. Mit dem neuen Hub haben wir nun noch viel mehr Platz zum Wachsen und die Möglichkeit, neue Ideen einfach anzunehmen und umzusetzen.
Wie lange hat die Suche nach der neuen Location gedauert? Welche anderen Standorte waren in der engeren Auswahl?
Samuel Vonäsch: Als wir vor eineinhalb Jahren die Ausschreibung der Raumbörse Dynamo der Stadt Zürich für die MFO-Halle in Oerlikon sahen, war für uns klar, dass wir uns dafür bewerben müssen. 2'500 m² und schönes Industrieflair sind ein grosser, aber auch wegweisender Schritt, um Freiraum zu haben, damit die Szene wachsen kann. Das hat dann auch geklappt. Wir haben seit Anfang 2024 auf einen möglichen Einzug gewartet. Ein Jahr später war es so weit.

Welche neuen Möglichkeiten bietet der Co-Working-Space in Oerlikon? Wie ist er strukturiert?
Samuel Vonäsch: Wir haben drei verschiedene Tiers: Flex Desk, Fixed Desk und Team Space. Beim Flex Desk hast du keinen fixen Tisch, kannst aber 24/7 in der Flex Area an deinem Projekt arbeiten. Hier muss man den Tisch einfach wieder freiräumen, sobald man den Hub verlässt. Beim Fixed Desk hat man eine feste Workstation. Den Fixed Desk gibt es auch in einer grösseren Ausführung für Menschen, die mehr Tools aufbauen, zum Beispiel Drawing-Tables, Synthesizers oder zusätzliche Screens.

Welche Firmen sind mit dem Umzug neu hinzugekommen? Und wie viele Devs werden insgesamt im Co-Working-Space arbeiten?
Samuel Vonäsch: Aktuell sind über 85 Entwickler in der Halle, schon 20 mehr als noch in der alten Location. Die Maximalkapazität sehen wir bei um die 150. Neu mit dabei sind Metaroot, Axon Flux, Moon Flux, Flawberry Studio und Oopsie Daisies Studio - und auch viele Einzelpersonen.

Wie weit seid ihr mit der Einrichtung der neuen Flächen? Wann geht es so richtig mit dem Co-Working los?
Samuel Vonäsch: Der Januar war noch ein bisschen undercover mit Umzug und Einrichten. Neueinzüge haben wir deshalb erst offiziell ab Februar geplant. Die meisten Arbeitsplätze sind aber schon seit dem Tag nach dem Umzug eingerichtet. Der neue Ort bringt einfach eine motivierende Stimmung - ich glaube, das steckt aktuell stark an. Die Stadt ist immer noch daran, einige Umbauten abzuschliessen, aber ab März sollten wir damit durch sein.
