Games.ch

Take 2

Forum

Allgemeine Diskussion

Es ist nur in dem Sinne kein Glücksspiel, dass ich meine Kohle GARANTIERT nicht zurückbekomme, geschweige denn mehr habe als zu Beginn. Bei Mikrotransaktionen geht es immer darum grinden durch echtes Geld abzukürzen. Entweder du machst stundenlang die gleiche öde Tätigkeit oder du investierst einen "kleinen" Betrag. Psychologisch fällt es einem Menschen in der Regel leichter 100 mal 1.- auszugeben als 1 mal 100.- und das ist nur einer der Psychotricks, die hier genutzt werden. Das verdienen auf dem "normalen" Weg wird auch absichtlich schwer gemacht, in dem der Output der In-Game-Währung möglichst niedrig angesetzt wird, damit man eben immer wieder die gleiche "Quest" (oder was es dann auch ist) machen muss. Man soll einfach immer im Kopf haben: "Mann, das kotzt mich jetzt an! Komm, es ist doch nur 1.-" Es gibt leider einige wenige Menschen, die extrem auf solche Mechaniken ansprechen, denn die grosse Kohle machen sie mit nur etwa 3% der Spieler. In einem Kasino wären die Betreiber gesetzlich gezwungen, diesen Leuten Hausverbot zu erteilen. Genau darum muss man hier einschreiten! Warnung auf die Packung (und zwar so wie bei Zigaretten), Altersfreigabe automatisch 18+ und bestenfalls noch ein Ausgabendeckel, damit man im Monat nicht mehr als z.B. 100.- ausgeben kann. Wobei ich beim letzten Punkt jetzt einen sehr wohlwollenden Betrag gewählt habe, 100.- pro Jahr wären mir da lieber.

30. Nov 2017 / 14:19 Gast [Gast 44]

Ich lach mich weg. Logisch sehen es die hohen Bosse der Spielindustrie nicht als Glückspiel an. Der mit dem zwingen können sie sich sparen. Es geht um labile Menschen die sich nicht im Griff haben. Schaut doch mal ESO an. Man kann bestimmte Reittiere nicht mehr kaufen, sondern nur mit Kronenkisten gewinnen. Stellt euch mal vor wenn jemand so ein Reittier unbedingt haben will, was abgeht?

30. Nov 2017 / 08:58 Anonym [Gast 45]

Schön gesagt Loris77, so sehe ich das auch. Aber die Spieleindustrie schaut wahrscheinlich mehr auf das Bankkonto anstatt auf die Kunden. Blöde Ausrede das mit dem "lange am Spiel interessiert" sein. Denn das kann man mit kaufbaren Erweiterungen machen. Und bei GTA zwar neue Fahrzeuge die mit Spielgeld gekauft werden können, aber Preislich so angesetzt, das jemand sich ein Wolf spielt umd nur die hälfte davon zu bekommen, weil die Belohunungen schön tief gehalten werden damit man die Sharkcards kauft...netter Versuch! Dann kommt GTA6 und alles ist vom 5 fitsch und muss neu gelauft werden. Also das ganze nochmal. Irgendwann ists genug! Und jetzt ist der richtige Zeitpunkt um endlich die reissleine zu ziehen!

30. Nov 2017 / 11:46 Anonym [Gast 45]

Nicht zwingen? Wie es der Böse in Machete so schön sagt: "Ich kann dich nicht dazu zwingen, aber ich kann dafür sorgen das du es verdammtnochmal bereust!" Wenn man in einem Multiplayerspiel die Wahl hat, entweder Echtgeld zu investieren oder schlicht keinerlei Chance zu haben, ist das zwar technisch gesehen kein Zwang, aber eine echte Wahlfreiheit ist es auch nicht. Ich habe schon gehofft, dass man aus EA's Bauchlandung etwas lernen würde, aber das scheint nicht der Fall zu sein.

30. Nov 2017 / 11:09 Loris 77

Sobald man Lootboxen mit Echtgeld kaufen kann, kommen wir in einen Bereich, der laut Gesetz vielleicht kein Glücksspiel ist (da man ja kein Geld gewinnen kann), aber sowohl technisch als - und das ist vielleicht noch wichtiger - moralisch mehr als fragwürdig ist. Der Hersteller des Spiels manipuliert nach Gutdünken ohne jegliche Transparenz oder Einflussmöglichkeit durch den Spieler die Chancen auf ein mehr oder minder wertvolles Item, wobei sich der Wert natürlich nur innerhalb des Spiels ergibt. Früher konnte man sich ein bestimmtes Item entweder freispielen oder direkt kaufen. Heute können die Hersteller den Spielern irgendwelche Sachen aufdrücken, die er gar nicht will - Lootbox sei dank. Simple Colour-swap-Skins beispielsweise. Oder Verbrauchsgegenstände die kaum Einfluss auf das Spiel haben.

Dass Präsidenten von Publishern derart einsichtsresistent sind, dann aber gegenüber den Gamern behaupten, sie nähmen sie ernst - das ist doch einfach lächerlich. Mit solchen Aktionen machen sie sich keine Freunde. Aber glücklicherweise sind Gamer sehr vergesslich - und kaufen die Games ja doch und werfen mit Geld nur so um sich. So lange wir uns nicht ändern und unser Geld für uns behalten, so lange wird sich auch nichts ändern. Erboste Posts auf Reddit und in Kommentarspalten ändern nichts, wenn wir das Game dann trotzdem kaufen.

30. Nov 2017 / 09:37 Alain Jollat

hört sich trozdem gut an

04. Feb 2012 / 14:10 alpay-kaya / Thema: L.A. Noire mit starken...