Tales of Berseria Remastered - Test / Review

Die geglückte Rückkehr eines Action-RPG-Hits?

Test Video Sven Raabe getestet auf PlayStation 5

Seit mehr als 20 Jahren ist die "Tales of"-Reihe aus dem Hause Bandai Namco nicht mehr aus der Action-RPG-Welt wegzudenken. Zu verdanken ist dies nicht nur unzähligen aufregenden Geschichten, sondern auch einem sich stetig weiterentwickelnden Gameplay. Und nun steht das Comeback von einem der besten Serienteile unmittelbar bevor.

Mit "Tales of Berseria Remastered" bekommt einer der beliebtesten Ableger des langlebigen Franchises eine Neuauflage spendiert. Sie soll bekannte alte Stärken mit einigen zeitgemässen Überarbeitungen kombinieren. Ob dieses Vorhaben gelungen ist, verraten wir euch in unserem grossen Test zur PlayStation-5-Version.

Eine Getriebene mit dem Wunsch nach Rache

An der Story des gefeierten Originals haben die Verantwortlichen für das Remaster natürlich nichts verändert. Ihr schlüpft somit erneut in die Rolle von Velvet, die zu Beginn des Fantasy-Abenteuers noch ein recht beschauliches Leben führt. Gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder wohnt sie in einem kleinen Haus in der Nähe eines Dorfes.

Doch letztendlich kommt es, wie es kommen muss: Eines schicksalhaften Tages überschlagen sich die Ereignisse, und ihr bisheriges Leben wird vollständig auf den Kopf gestellt. Nach einem traumatischen Verlust und dem Erwachen dämonischer Kräfte in ihr wird Velvet gefangen genommen. Einige Jahre später bricht sie aus und sinnt auf Rache!

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Ob Velvet in "Tales of Berseria Remastered" letztendlich ihr Ziel erreichen können wird, verraten wir euch selbstverständlich nicht. Das solltet ihr nämlich unbedingt selbst herausfinden, denn die rund 40 Stunden lange Story des Action-RPGs ist auch knapp zehn Jahre später noch immer die mit Abstand grösste Stärke des Titels.

Rachegeschichten sind in der Welt der Videospiele natürlich nicht unbedingt originell, doch selten haben sie so gut funktioniert wie hier. Zu verdanken ist dies vor allem Velvets vielschichtiger Charakterzeichnung als Antiheldin, deren Vorgehen wir nicht unbedingt immer gutheissen, doch stets im Laufe des Abenteuers nachvollziehen konnten.

Eine bunt gemischte Truppe

Zusätzliche Wucht entfaltet die Geschichte von "Tales of Berseria Remastered" durch einen diversen Cast verschiedener Nebencharaktere, die allesamt ihre eigenen Päckchen zu schultern haben. Besonders gut hat uns eine Figur gefallen, die anfangs nicht viel mehr als eine Puppe ist und erst sukzessiv beginnt, ihren eigenen Charakter zu formen.

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Darüber hinaus sprechen Velvet und ihre Begleiter, die sich ihr im Laufe ihres Rachefeldzugs anschliessen, überaus regelmässig miteinander. Gerade diese vielen kleinen Dialoge abseits der richtigen Cutscenes helfen dabei, dass sich die bunt gemischte Truppe aus Aussenseitern wie greifbare, echte Personen anfühlen - wirklich toll!

Apropos Cutscenes: Absolute Highlights sind die immer wieder eingestreuten Anime-Zwischensequenzen, die Schlüsselmomente der Story zeigen. Produziert wurden sie vom renommierten Studio ufotable ("Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba"), das im Laufe der vergangenen Jahre bereits an verschiedenen "Tales of"-Projekten mitgewirkt hat.

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