The Adventures Of Elliot - Vorschau / Preview

Wie schlägt sich Team Asano auf den Pfaden klassischer Zelda-Spiele?

Vorschau Steffen Haubner

Wenn sich Team Asano ein Verdienst an die Brust heften kann, dann, dass man es geschafft hat, das Spielgefühl der 16-Bit-Ära, des SNES und der frühen PlayStation-Phase, für ein zeitgenössisches und erwachsenes Publikum wiederzubeleben, das mit Klassikern wie "Final Fantasy VI" oder "Chrono Trigger" aufgewachsen ist. Kern dieses Kunststücks ist der HD-2D-Grafikstil, der aus 2D-Pixel-Sprites in dreidimensionalen Umgebungen besteht, die mit modernen Lichteffekten, Tiefenunschärfe und hochauflösenden Texturen in Szene gesetzt werden. "Octopath Traveler" setzte hier im Jahr 2018 Zeichen, es folgten "Triangle Strategy" und das Remake von "Live A Live" aus dem Jahr 1994, beide 2022 erschienen. Allein mit dieser grafischen Innovation ist der Erfolg aber kaum zu erklären. Das in Tokio ansässige, zu Square Enix gehörende und nach seinem Mastermind Tomoya Asano benannte Studio gibt Konzept und Design vor, die dann im Teamwork mit externen Partnerstudios technisch umgesetzt werden.

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Den unverwechselbaren Stil von Team Asano erkennt man sofort

Dabei gelingt es immer wieder, klassische JRPGs samt rundenbasierten Kämpfen und komplexen Job-Systemen mit innovativen Ideen zu erweitern. Dabei können Asano und seine Mitstreiter auf ihre Erfahrungen mit der "Bravely Default"-Reihe zurückgreifen, die einst als geistige Nachfolger der klassischen "Final Fantasy"-Teile für den Nintendo 3DS konzipiert wurden. Beim Anspielen des voraussichtlich am 18. Juni 2026 erscheinenden "The Adventures of Elliot" ist man daher zunächst irritiert, dass man den typischen Asano-Look sofort wiedererkennt, sich aber unversehens in einem Action-RPG wiederfindet. Damit stellt sich automatisch die spannende Frage: Wird es Team Asano schaffen, Klassiker-Vibes zu entfachen und auch in diesem Genre, das ja keineswegs arm an grossartigen Titeln ist, neue Impulse zu setzen?

Schon der Titel macht klar, wohin die Reise geht

Bei den ersten Schritten auf dem Kontinent Philabieldia denkt man unweigerlich an klassische "Zelda"-Spiele wie auch an das neuere "Echoes of Wisdom". Hier blickt man ebenfalls aus einer isometrischen Perspektive auf eine Spielwelt voller anfangs unbekannter Regionen mit Bergen, Wäldern, Höhlen und Schätzen, die es sukzessiv zu erschliessen gilt. Square Enix macht aus dieser Verbindung auch keinen Hehl, was man schon mit dem bekannt klingenden Titel "The Adventures of Elliot" andeutet. Auch narrativ orientiert man sich klar an der "Zelda"-Saga: Elliots Heimat wurde von Bestienstämmen überrannt, weshalb sich die Menschheit in das Königreich Huther zurückgezogen hat. Das wird durch einen Barriere-Zauber von Prinzessin Heuria geschützt. Unser Job ist es nun, im Auftrag des Königs in der Aussenwelt nach den Ursachen der Invasion zu suchen. Dabei werden wir, und hier wird eine wichtige Säule für innovative Ansätze gelegt, von der Fee Faie begleitet. Durch das Artefakt "Doorway of Time" reisen die beiden durch vier verschiedene Zeitalter, um ihre Mission zu erfüllen. Und ja, hier denkt man durchaus an "Dragon Quest VII Reimagined", das ja ebenfalls ein Square-Enix-Werk ist, weshalb schliesslich alles sozusagen in der Familie bleibt.

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Aus der Oberwelt geht es immer wieder in Höhlen und Dungeons, wo man auf zahlreiche Feinde trifft

Elliot kann sieben verschiedene Waffentypen wie Schwerter, Bögen, Ketten und Sicheln führen. Ihr könnt zwei Waffen gleichzeitig ausrüsten und fliegend zwischen ihnen wechseln. Es gibt ein Schildsystem zum Blocken und Parieren sowie Bomben, um Wege freizusprengen. Begleiterin Faie verfügt auch über diverse Skills, die aber meist dazu dienen, Elliot zu bestimmten Dingen zu befähigen. So kann man Faie mit dem rechten Stick über Abgründe hinwegschweben und Elliot mit dem linken nachfolgen lassen, sofern man Faie vorher mit der Warp-Fähigkeit ausgestattet hat. In späteren Dungeons braucht man diese und andere Mechaniken, um mehr oder weniger komplexe Puzzles zu lösen - natürlich winkt uns auch hier wieder "Zelda" aus der Ferne zu. Neben den Höhlen und Dungeons gibt es "Schreine des Lebens", in denen man teils knifflige Prüfungen ablegen und die Lebensleiste verlängern kann.

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Über Schreine des Lebens können wir unsere Lebensleiste verlängern

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