The Rogue Prince of Persia - Vorschau / Preview

Akrobatischer Hardcore-Prinz

Vorschau Video Benjamin Braun

Vor einigen Wochen liess uns Ubisoft nur sehr kurz in den Roguelike-Ableger zur "Prince of Persia"-Reihe hereinschauen. Nun konnten wir ausführlich die Early-Access-Fassung anspielen - und ziehen ein deutlich positiveres Zwischenfazit.

Screenshot

So eine Zeitschleife hat etwas Gutes an sich: Wenn man scheitert, geht es zwar wieder von vornelos, aber beim misslungenen Versuch zuvor hat man vieles gelernt, was den nächsten Run etwas leichter macht. In "The Rogue Prince of Persia", dem neuen Roguelike von Evil Empire ("Dead Cells"), funktioniert das genau so. Trotz der Zeitschleife schaltet ihr jedoch zudem immer neue Waffen oder auch Medaillons frei, die euch verschiedenste Perk-artige Vorteile gewähren. Da vieles davon allerdings zum Teil vom Zufall abhängt, ist jeder Durchgang anders - und insgesamt knüppelhart.

Die Hunnen sind da!

Die Early-Access-Version von "The Rogue Prince of Persia" umfasst lediglich einen kleinen Teil des Spiels, konkret den ersten Akt. Schon dort könnt ihr allerdings den Zugang zu einem alternativen Gebiet oder Biom, wie die Entwickler es nennen, aktivieren. Der führt dann nicht in die persische Hauptstadt, die gerade von Attilas hunnischen Schergen attackiert wird, sondern in ein Dorf, das ihr von den Invasoren befreien müsst. Das klingt jetzt nicht gerade nach viel Story, und tatsächlich muss man im Spiel danach auch eher mit der Lupe suchen. Ein durchklickbarer Dialog hier, ein anderer dort. Viel mehr ist da nicht - und aus welchen Gründen auch immer aktuell noch nicht mit deutschen Untertiteln. Die allerdings sollen noch kommen.

Screenshot

Was ihr genau in diesem oder jenem Gebietsteil tun müsst, hält das Game für euch in der sogenannten Mindmap fest. Im einen Gebiet müsst ihr einen bestimmten NPC im Dorf befreien, um eure Aufgabe abschliessen zu können. Ein weiterer befindet sich in einer Akademie, deren Zugang allerdings auch erst vorhanden ist, wenn ihr in einem vorherigen Durchgang mit einem bestimmten Charakter gesprochen habt. Etwas undurchsichtig ist das also zunächst, dank der Mindmap verliert ihr allerdings kein Ziel aus den Augen.

Mit jedem Versuch etwas weiter?

Wie üblich in Roguelikes, verliert ihr auch in Evil Empires Werk mit persischen Prinzen bei einem Bildschirmtod den Grossteil eurer erzielten Fortschritte. Euer bis dahin gesammeltes Gold, eine verbesserte Waffe oder die eingesammelten und angelegten Medaillons sind dann futsch. Ihr landet in einer Oase, die fortan den Startort jedes weiteren Versuchs darstellt. Allerdings geht beim Tod dann eben doch nicht alles verloren bzw. kann es auf andere Art während eines Versuchs gesichert werden. Wenn ihr beispielsweise einen bestimmten Punkt einmal im Spiel erreicht habt, dürft ihr sogenannte "Spirit Glimmers" sammeln, die teils so als Sammelobjekte in Levels herumliegen oder wie Gold von getöteten Gegnern fallen gelassen werden. Die landen erst mal nur im Inventar und gehen verloren, wenn ihr sterbt. An bestimmten Stellen trefft ihr jedoch auf einmal verwendbare Spirit-Brunnen und könnt alles, was ihr von der Ressource gesammelt habt, in die Oase schicken und somit sichern. Verwenden dürft ihr die Dinger dann aber erst, wenn ihr sterbt, also quasi erst im nächsten Versuch.

Screenshot

Mit dem Glimms könnt ihr jedenfalls neue Waffen und Medaillons "craften". Das bedeutet allerdings nicht etwa, dass ihr die dann in der Oase direkt erhaltet, sondern nur, dass ihr sie überhaupt respektive mit höherer Wahrscheinlichkeit in den Levels finden könnt. So funktioniert das bei den alternativen Primärwaffen, die ihr anstelle eurer standardmässigen Doppeldolche ausrüsten könnt, darunter eine Tabar genannte Axt oder das Royal Sword. Bei den Sekundärwaffen könnt ihr in den Levels dann neben besseren Varianten eures standardmässig ausgerüsteten Bogens auch einen Greifhaken anlegen, mit dem ihr Gegner an euch heranziehen und dabei bisweilen sogar betäuben könnt. Wurfwaffen wie Chakrams zählen ebenfalls zum Angebot. Ihr erreicht also definitiv mit der Zeit gewisse Fortschritte, die über den zwischenzeitlichen Pixeltod hinausgehen, allerdings ist es eben doch vergleichsweise stark vom Zufall abhängig, ob der nächste Versuche dann wirklich leichter wird oder sogar deutlich schneller scheitert.

Kommentare

The Rogue Prince of Persia Artikel