The Witcher 3: Songs of the Past und Remaster - Vorschau / Preview

Von wegen Hexer-Rentner!

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Geralt von Riva feiert im Rahmen der gamescom sein grosses Comeback. CD Projekt RED präsentiert das "Remaster" und die Erweiterung "Songs of the Past" zum Rollenspiel-Klassiker. Wir verraten, wieso ihr euch noch mal auf den Hexer freuen solltet!

"The Witcher 3: Wild Hunt" erschien am 19. Mai 2015 für PC, PlayStation 4 und Xbox One. Das Mammutprojekt aus dem Hause CD Projekt RED gilt nicht nur als eines der besten Rollenspiele aller Zeiten, sondern wurde später auch für die aktuelle Konsolengeneration und die Nintendo Switch erfolgreich umgesetzt. Erst im Dezember 2022 gab es sogar ein kostenloses Next-Gen-Update. Man könnte also meinen, der Hexer Geralt von Riva würde langsam in Rente gehen und Platz für "The Witcher 4" machen.

Aber weit gefehlt! Schliesslich liefert CD Projekt RED im kommenden Jahr die dritte Erweiterung "Songs of the Past" aus und bringt bereits am 29. September 2026 die "Remaster"-Version auf den Markt. Im Rahmen der gamescom präsentierte der polnische Entwickler etliche Details zum neuen "Witcher 3" und zeigte erstmals rund 45 Minuten Gameplay-Material zur Erweiterung "Songs of the Past".

Das erwartet euch beim Witcher-Remaster

Widmen wir uns zunächst dem Hauptprogramm "The Witcher 3: Wild Hunt". Besitzer des Originals erhalten die "Remaster"-Fassung kostenlos für PC, PS5 und Xbox Series S/X. Sie wird auch die bereits veröffentlichten Erweiterungen "Hearts of Stone" und "Blood and Wine" enthalten sowie für die Nintendo Switch 2 erscheinen.

Die Verbesserungen im Überblick

Eine deutlich modernisierte Grafik: Das Remaster überarbeitet Beleuchtung, Raytracing, Shading, HDR, Umgebungsverdeckung und Tonemapping. Dazu kommen aktualisierte Texturen, realistischere Material- und Lichteffekte durch Subsurface-Scattering sowie eine verbesserte Vegetations- und Laubdarstellung.

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Technische Verbesserungen für aktuelle Hardware: Neben der allgemeinen grafischen Modernisierung ist auch eine spezielle Unterstützung für die PS5 Pro vorgesehen, die insbesondere bei Bildqualität und Performance zusätzliche Vorteile bringen dürfte.

Flüssigere Animationen und bessere Steuerung: Bewegungs-, Kletter- und Kampfanimationen werden verfeinert. Auch Plötzes Handling soll überarbeitet werden, sodass sich das Pferd insbesondere beim Galoppieren präziser und kontrollierter steuern lässt.

Überarbeitetes Kampfsystem und intelligentere Gegner: Kämpfe sollen dynamischer wirken und erhalten neue Finisher- und Hinrichtungsanimationen. Monster reagieren zudem differenzierter auf Geralt und können beispielsweise Angriffe blocken oder kontern. Auch die visuellen Effekte der Hexer-Zeichen werden verbessert.

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Mehr Möglichkeiten bei Charakterentwicklung und Ausrüstung: Der Skilltree wird über miteinander verbundene Talentpfade neu strukturiert. Zusätzlich hält ein Transmogrifikationssystem Einzug, mit dem sich das Aussehen von Rüstungen unabhängig von ihren eigentlichen Werten verändern lässt.

Komfortablere Bedienung und Quest-Navigation: Loot-Mechanik, Quest-Tracking, Benutzeroberfläche und Menünavigation werden überarbeitet. Ein modernisiertes Tutorial und neue Barrierefreiheitsfunktionen sollen den Einstieg und die allgemeine Bedienung zusätzlich erleichtern.

Mehr Immersion und zusätzliche Community-Funktionen: Der Fotomodus wird erweitert und die Bewegungsunschärfe überarbeitet. Die Meditation erhält eine sichtbare Ingame-Animation für den Zeitablauf. Darüber hinaus soll das Remaster plattformübergreifende Mods unterstützen.

Rittersporns düsteres Familiengeheimnis

Die Erweiterung "Songs of the Past" entführt euch nach Letten, die Heimatregion des Barden Rittersporn. Hexer Geralt reist in diese idyllische Gegend, nachdem es einen Todesfall in der Familie des munteren Musikers gab. Letten wurde laut den Entwicklern in Sachen Architektur und Landschaft durch England und Südpolen inspiriert. Erwartet hier also Bauernidyll und malerische Städtchen!

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Doch unter der heilen Oberfläche brodelt es. Erst plagen Geralt Albträume, dann taucht Rittersporn bei einem Familienessen mit Matriarchin Astrid Lettenhove und Cousine Lilla erst gar nicht auf. Die Spur führt in den Garden of Thorns (auf Deutsch: Dornengarten). Und der könnte direkt aus einem Horrorfilm stammen. Bei Nacht prangt der Mond übergross über dem Tal, während spitze Dornenpflanzen in den Himmel ragen und verfallene Häuser ein mehr als deutliches Signal senden. Wir haben hier also bereits in der frühen Phase des Add-ons ein klares Spiel mit Kontrasten, was "Songs of the Past" besonders interessant machen könnte.

Ähnlich wie schon frühere "Witcher"-Erweiterungen präsentiert auch "Songs of the Past" ein eigenständiges Spielgebiet mit starken Gegnern, die um die Stufe 40 angesiedelt sind. In Sachen Spielumfang wird sich das Add-on an den Quasi-Vorgängern orientieren und wohl um die 30 Spielstunden bieten.

Liebe und Hiebe

Und wenig verwunderlich stellt sich der Dornengarten auch als virtuelles Gruselkabinett heraus. Da greifen etwa riesige Schlingpflanzen an, oder an Zombies erinnernde "Swarmions" trachten Geralt und Lilla nach dem Leben. Tatsächlich fallen sowohl bei der Lichtstimmung als auch bei der Inszenierung der Kämpfe die überarbeiteten Effekte und Animationen auf. Geralt bewegt sich deutlich geschmeidiger als zuvor und tanzt seine Gegner mit flinken Schritten aus. Natürlich greift er auch auf die bekannten Zeichen zurück, um seine Feinde in ihre Schranken zu weisen. Wie sich die überarbeiteten Skills im Detail auswirken, bleibt auch nach der Demo unklar. Dafür fehlt es aktuell noch an Details.

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Deutlich klarer ist dagegen der Einsatz von Geralts neuer Fernkampfwaffe: dem Ketten-Haken. Damit könnt ihr Deckungen aufbrechen oder auch Schwachstellen eurer Widersacher angreifen. Dadurch ergeben sich neue Kombinationsmöglichkeiten im Kampf, denn der Haken dient nicht nur als Distanzwaffe, sondern auch dazu, Feinde zu kontrollieren und aus ihrer Position zu reissen. Gerade im Zusammenspiel mit Ausweichmanövern, Schwertattacken und Hexer-Zeichen wirkt das Kampfsystem dadurch noch mal beweglicher und vielseitiger.

Die Dialoge sind weiterhin geprägt von Geralts grummeliger Art, aber auch von Entscheidungsoptionen und Hexer-Flirts. Denn natürlich kann der Hexer auch der hübschen Lilla schöne Augen machen. Und so wundert es nicht, dass die letzte Dialogentscheidung fragt, ob der Hexer sie umarmen oder ihr nur die Hand reichen möchte. Man darf also gespannt sein, welche Romantikoptionen hier auf uns warten.

Ausblick

Und plötzlich ist die grosse Lust auf "The Witcher" wieder da! CD Projekt RED bringt den über zehn Jahre alten Rollenspiel-Mega-Hit zurück und trifft damit genau ins Schwarze. Das "Remaster" ist weit mehr als nur ein Technik-Update, sondern liefert auch einen spielerischen Mehrwert, der diese Version vom Original abhebt. Die Erweiterung "Songs of the Past" besticht bereits in der kurzen Präsentation mit gewohnten Hexer-Tugenden: einer spannenden Geschichte, knackigen Kämpfen und einem kleinen Fantasy-Augenzwinkern. Geralts Ausflug nach Letten macht nach der gamescom Lust auf mehr und dürfte einer der Rollenspiel-Hoffnungsträger des Jahres 2027 werden. Kurzum: "The Witcher 3" ist zurück - und wir haben richtig Bock drauf!

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