THE400 Mini - Test / Review

Zweiter Frühling für Ataris 8-Bit-Liebling?

Hardware: Test Video Sönke Siemens

Übersichtliches Interface

Einmal in Betrieb genommen, begrüsst euch ein simples, aber übersichtlich gehaltenes Hauptmenü, das vom Aufbau ziemlich genau an das des A500 Mini erinnert. Will heissen: Im unteren Drittel des Bildschirms seht ihr die Cover-Motive der insgesamt 25 vorinstallierten Spiele. Im linken oberen Eck zeigt das System den Namen des gerade ausgewählten Spiels samt kurzer Beschreibung an, während rechts davon ein Screenshot eingeblendet wird. Unterhalb der Cover seht ihr zudem, welche Joystick-Tasten welche Funktion erfüllt.

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Das Interface entspricht dem des A500 Mini und lässt sich ebenso intuitiv bedienen

Drückt ihr beispielsweise auf dem Stick nach oben, seht ihr die Tastenbelegungen für das aktuelle Game. Weitere nützliche Details zum groben Spielablauf der einzelnen Titel liefert das Menü aber leider nicht, weshalb man in einigen Fällen nicht drum herum kommt, sich weiterführende Information oder gescannte Handbücher aus dem Internet zu organisieren.

Bewegt ihr den Stick nach unten, erhaltet ihr Zugriff auf die insgesamt vier Savegame-Slots pro Titel. Gut gemacht: Um Spielstände einfacher zuordnen zu können, seht ihr nicht nur einen Screenshot der Spielsituation, in der abgespeichert wurde, sondern auch eine Angabe der für diesen Spielstand bereits investierten Zeit.

Mindestens genauso praktisch ist die Rückspulfunktion. Einfach kurz die Home-Taste in Kombination mit der linken Funktionstaste drücken, schon könnt ihr die gerade laufende Szene um bis zu 30 Sekunden zurückspulen und es dann von dort noch einmal versuchen. Bevor es von besagtem Punkt wieder losgeht, zählt ausserdem ein kurzer Countdown herunter, damit ihr den Wiedereinstieg in die Action ideal hinbekommt. Sehr schön!

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Nicht nur in Spielen wie Boulder Dash (hier im Bild) kommt die Rückspulfunktion sehr gelegen

Mithilfe der linken Funktionstaste gelangt ihr derweil zur praktischen Favoriten-Funktion, die es euch - genau wie beim A500 Mini - gestattet, jedes Game mit bis zu vier Sternen zu bewerten. Letztere werden dann unterhalb der Spielbeschreibung angezeigt, was das schnelle Auffinden von Lieblingstiteln sicherlich unterstützt.

Bliebe noch die Menu-Taste. Sie bringt euch in das leider etwas spartanisch ausgestattete Optionsmenü. Hier legt ihr die TV-Einstellungen fest (50 bzw. 60 Hz), wählt eine von sechs unterstützten Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Polnisch), definiert unter "Display-Option", ob das Bild im 4:3- oder im Pixel-Perfect-Modus dargestellt wird, schaltet auf Wunsch Scanlines ein, um den Look alter Kathodenstrahl-TVs zu emulieren, und wählt aus einem Dutzend Rahmenmustern, um das Bild zu umranden. Neben einem Pixel-Gebirge und einem Sternenhimmel bietet Retro Games hier unter anderem eine Hochhaus-Skyline, eine Planetenoberfläche und einige futuristische Muster an.

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Unter dem Menüpunkt "Fortgeschrittene Optionen" könnt ihr den THE400 Mini unter anderem noch auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, rechtliche Informationen anzeigen lassen, das Gerät komplett herunterfahren, euch die aktuelle Firmware-Version einblenden lassen und das Volumen der Menü-Hintergrundmusik anpassen. Ob kommende Firmware-Fassungen dem System noch sinnvolle Zusatzfunktionen hinzufügen? Eher unwahrscheinlich. Dennoch würden wir uns zum Beispiel sehr über ein Feature freuen, das es erlaubt, Screenshots des gerade laufenden Spiels auf einem eingesteckten USB-Stick abzuspeichern.

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