Die schwedische Thunderful Group kommt weiter nicht zur Ruhe. Nach zwei Entlassungswellen im vergangen Jahr, welche im Januar und November publik geworden waren, kündigte man jetzt eine Restrukturierung und einen weiteren Stellenabbau an. Simultan wurde bekannt, dass Atari eine Übernahme von 82 Prozent vorhat.

Fangen wir mal von vorne an: Die Umsätze der Thunderful Group sanken zuletzt deutlich auf etwa 38 Millionen Kronen, vor allem wegen hinter den Erwartungen zurückgebliebener Verkaufszahlen des Titels "Lost in Random: The Eternal Die". Die starke Abhängigkeit von einzelnen Releases wurde bereits als Risiko identifiziert. Zum 30. Juni lag die Nettoverschuldung bei rund 85 Millionen Kronen, die verfügbaren liquiden Mittel bei 32 Millionen.
Die Restrukturierung umfasst nun unter anderem Stellenkürzungen in Entwicklungsstudios, im Publishing sowie in zentralen Diensten. Die bisher geplanten Spielveröffentlichungen bleiben davon aber unberührt. Wer sich für die Worte des Unternehmens zu dem Thema interessiert, wird an dieser Stelle fündig.
Gleichzeitig wurde bekannt, dass Atari die Übernahme von 82 Prozent an der Thunderful Group plant. Dies würde rund 50 Millionen Kronen bzw. etwa 4,5 Millionen Euro umfassen. Durch diese Transaktion würde Atari den eben erwähnten Anteil an Aktien und Stimmrechte von Thunderful erwerben. Bedingung dafür ist die Zustimmung der Aktionäre auf einer ausserordentlichen Hauptversammlung, welche für Ende August 2025 geplant ist. Das Vorhaben stösst bisher insgesamt auf breite Unterstützung, zumal es als wichtiger Schritt für die Erweiterung von Ataris Publishing- und Entwicklungsaktivitäten in Europa angesehen wird.
Die Thunderful Group wurde im Dezember 2019 gegründet. Im vergangenen Jahr hatte man 329 Mitarbeiter.