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Tony Hawk's Pro Skater 1 + 2 - Test / Review

Der beste Fun-Skater ist zurück!

Test Video Benjamin Braun getestet auf PlayStation 4

Vor fünf Jahren enttäuschte der letzte Ableger von "Tony Hawk's Pro Skater" auf ganzer Linie. Nun schickt Activision ein Remake der ersten beiden Teile ins Rennen, das nicht nur den beschädigten Ruf der Marke wiederherstellt, sondern nichts anderes ist als das beste "Tony Hawk" der Seriengeschichte.

Ziemlich genau 21 Jahre liegt nun die Veröffentlichung von "Tony Hawk's Pro Skater" (in Europa seinerzeit "Tony Hawk's Skateboarding" genannt) zurück. Hohe 90er-Wertungen waren damals keine Ausnahme, weshalb gerade mal ein Jahr später "Tony Hawk's Pro Skater 2" folgte und bei Weitem nicht der letzte Vertreter der Reihe bleiben sollte. Doch nicht immer bekleckerte sich der Hersteller mit Ruhm und wurde mit Lob überschüttet. Zuletzt spendierte Publisher Activision der Reihe mit "Tony Hawk's Pro Skater HD" (2012) und "Tony Hawk's Pro Skater 5" zwei Ableger, die nicht nur Fans der ersten Stunde am liebsten schnell wieder vergessen würden. Aber nun gibt es Abhilfe, denn mit dem erweiterten Serien-Remake "Tony Hawk's Pro Skater 1 + 2" findet Activision wieder in die Spur und beweist, wie eine richtig gute Neuauflage aussehen muss.

Zurück in die gute alte Zeit

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"Tony Hawk's Pro Skater 1 + 2" ist bei den Umgebungen extrem nah an den beiden Originalspielen von 1999 und 2000. Hier erwarten euch also dieselben neun beziehungsweise acht Skateparks (plus zwei geheime) wie das Einkaufszentrum in Teil 1 oder der New-York-Level aus Teil 2. Natürlich sehen sie dank der Unreal Engine 4 nicht mehr so grob und klotzig aus wie im Original, sondern warten mit knackscharfen Texturen und einem allgemein hohen Detailgrad auf. In Bezug auf ihre Architektur sind die Parks jedoch absolut identisch. Nicht mal an den Dimensionen ändert sich etwas, wodurch sich Veteranen gleich wie zu Hause fühlen. Wer also den Schulhofpark aus Teil 2 aus dem Effeff kennt, findet die fünf Glocken mühelos, um sie mit einem Wallrun von der Wand zu reissen. Gleiches gilt für die Buchstabenreihe "S-K-A-T-E" oder sonstige in den Levels verteilte Sammelobjekte. Generell brauchen ausgewiesene Kenner nicht einmal einen Blick in die Liste von Zielen werfen, die zum grössten Teil erfüllt werden müssen, um die späteren Levels freizuschalten. Denn die sind ebenfalls exakt wie in den Originalspielen, inklusive der erforderlichen Höhe für die drei Highscores. Deshalb ist auch die Punkteausbeute für Aktionen wie Grinds an Ledges oder spektakuläre Tricks in der Halfpipe, die selbst Tony Hawk so in Wirklichkeit wohl kaum miteinander verbinden könnte, genau wie in den Originalen.

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Viele Parallelen gibt es auch bei der ikonischen Musik, denn die Soundtracks der Originale mit Songs wie "You" von Bad Religion oder "No Cigar" der schwedischen Punkrocker Millencolin sind wieder mit dabei. Das Musikangebot wurde jedoch zusätzlich erweitert, wobei für uns nicht jeder einzelne Neuzugang eine Bereicherung darstellt. Dennoch untermalt die Musik nahezu perfekt das Spielgeschehen und verbindet sich somit fast schon symbiotisch mit den gewohnt kurzen und knackigen Skatesessions.

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Und noch mehr ist praktisch gleich: die Steuerung. Einsteiger müssen sich gewiss erst etwas hineinfuchsen, denn logisch ist es selbstredend nicht, dass etwa ein Hardflip mit "Oben links + Quadrat" (respektive Oben links + X-Taste) ausgelöst wird. Die Befehle für einfache und schwierige Aktionen sind aber eben genauso wie früher. Und es fühlt sich immer noch gut und flüssig an, sodass selbst Einsteiger nach kurzer Zeit fette Tricks kombinieren und zur Verlängerung einer Kombo ohne gross nachzudenken mit einem Manual landen. Sie werden im reinen Solomodus von "Tony Hawk's Pro Skater 1 + 2" definitiv deutlich länger brauchen, um alle Parks freizuschalten und in den Wettbewerben überall die Goldmedaille zu gewinnen. Profis respektive ausgewiesene Kenner der Originalspiele sind hingegen sehr schnell durch. Für sie gibt es aber noch ein paar neue Modi, auf die wir später eingehen werden.

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