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Transference (VR) - Test

Stimmungsvoll-mysteriös

Test Video Benjamin Braun getestet auf PlayStation 4

In ihrem Debütwerk skizziert die Spielefirma von Elijah Wood ein Familiendrama und kombiniert es mit Grusel- und Science-Fiction-Elementen. Ob das Abenteuer im und ausserhalb des optionalen VR-Modus begeistern kann, verrät unser Test.

Raymond Hayes ist Computer-Wissenschaftler – und Familienvater. Glücklich ist der bärtige Mann mit Nickelbrille in seinem Leben nicht, aber genau vom Gegenteil überzeugt. Denn er hat einen Weg gefunden, sich selbst, seine Frau Katherine und seinen Sohn Ben in eine digitale Welt zu übertragen. Genau in diese Welt steigt ihr in „Transference“ ein, müsst euch einen Weg durch das korrumpierte Programm und die Erinnerungen des Hayes bahnen. Wir haben das Abenteuer für euch mit und ohne VR erlebt.

Mehr als nur ein Programm

Stolz berichtet uns Raymond Hayes in einer Videobotschaft von seiner Errungenschaft. Er hat sein kognitives Bewusstsein und die seiner Familie in eine virtuelle Computerwelt übertragen und einen Austausch zwischen beiden Seiten ermöglicht. Wer wir sind, erfahren wir nicht, als wir uns dem Haus der Familie in Boston nähern. Das Gebäude ist klar zu erkennen, rundherum liegt jedoch ein tiefes Schwarz, offenbar alles Teile, die vom virtuellen Abbild der echten Welt nicht erfasst werden können. Ansonsten ist diese Welt jedoch fast wie echt, denn wir müssen genauso darin interagieren, wie es auch in einem realen Umfeld der Fall wäre. Vom Boden heben wir einen Schlüssel auf, mit dem wir die Wohnungstür entriegeln können.

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Doch schon im Hausflur stehen wir vor dem ersten Problem: wo der Durchgang ins Treppenhaus sein sollte, ist nur ein dunkler Fleck zu sehen, darauf ein Schriftzug, der uns über ein fehlendes Datenfragment informiert. In solche Situationen werden wir später immer wieder geraten und müssen versuchen, die defekten Daten irgendwie wiederherzustellen. Im Falle des Durchgangs ins Treppenhaus betrachten wir die Briefkästen näher. Den zu Wohnung C, in der die Hayes wohnen, lässt sich öffnen. Auf einem Blatt stehen einige Noten, von denen wir die ersten drei mit den Klingelknöpfen der insgesamt sechs Appartements nachspielen können – der Sinn dieses Rätsels hat sich uns übrigens nicht erschlossen.

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Ähnliche Aufgaben ziehen sich in „Transference“ allerdings bis zum Ende durch, genauso wie das Umschalten zwischen verschiedenen Zeitebenen respektive alternativen Dimensionen durch einen Druck auf einen der Lichtschalter. Dabei sind wir indes in der Lage, Objekte aus einer Ebene mit in eine andere zu nehmen, um sie dort einzusetzen. So lösen wir damit etwa ein kleines Rätsel mit magnetischen Buchstaben an der Tür zum Kinderzimmer von Sohn Ben. Später greifen wir uns ein Glas mit Sand, das die Hayes an ihrem Lieblingsurlaubsort am Strand von San Francisco mitgenommen haben und füllen es im Nebenraum in eine Sanduhr um.

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