Transport Fever 3 - Vorschau / Preview

Wir haben uns den potenziellen Wirtschaftssim-Hit bereits angeschaut

Vorschau Video Steffen Haubner

Wie schlägt sich der von Grund auf erneuerte dritte Teil der erfolgreichen Reihe in den ersten Spielstunden?

Eine alte Weisheit, die sich immer wieder bestätigt, lautet: Je eher man Hand an ein Produkt legen kann, desto sicherer sind sich die Entwickler, dass sie Qualität abliefern, und damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass dem tatsächlich so ist. "Transport Fever 3" erscheint voraussichtlich 2026, doch schon jetzt durften wir die Wirtschaftssimulation des Schweizer Studios Urban Games ausgiebig anspielen. Die Verantwortlichen standen uns praktisch rund um die Uhr für unsere mehr oder weniger geistreichen Fragen zur Verfügung. Ein gutes Zeichen ist auch der Einbezug der Community - volle Mod-Unterstützung ist bei den Schaffhausenern sowieso Ehrensache. Überhaupt wird das gesamte Projekt von den Vibes getragen, dass man hier gemeinsam mit einem Gesamtkunstwerk am Start ist, das möglichst jedem genau den Spass bieten soll, den er sich wünscht. Ganz ehrlich: Wo hat man so etwas heute noch?

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Berge lassen sich mehr oder weniger aufwendig überwinden!

Am besten beschreibt man das Feeling, das sich bereits in den ersten Minuten von "Transport Fever 3" einstellt, mit einer Modelleisenbahn, die man mit einem praktisch unbegrenzten Budget gestalten kann. Damit soll keineswegs gesagt sein, dass es hier nur um Eisenbahnen geht. Darüber hinaus sind auch diverse wunderbar gestaltete Busmodelle unterwegs, historische und moderne Trucks schaukeln Waren von A nach B und C und wieder zurück, Schiffe durchpflügen die digitalen Gewässer, und auch am Himmel ist eine ganze Menge los. Und wer sie sucht, findet natürlich auch die Herausforderung. Eine Kampagne gibt es zwar noch nicht, denn daran wird gerade emsig geschraubt, doch in den Einstellungen kann man den Schwierigkeitsgrad beliebig anpassen und beispielsweise versuchen, den stetig wachsenden Bedürfnissen der Bevölkerung mit begrenzten Finanzressourcen gerecht zu werden, möglichst imposante Skylines hochzuziehen oder das perfekte ÖPNV-Netz zu kreieren.

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Auf Nachfrage reagieren ist der Schlüssel zum Erfolg

Alles kann, nichts muss im Sandbox-Modus

Mehr oder weniger Herausforderung bieten auch die Biome und zufallsgenerierten Maps. Eine norddeutsche Flachlandschaft ist eben leichter zu erschliessen als ein Schweizer Bergpanorama oder eine finnische Seenplatte. Im Karten-Editor entscheidet ihr euch zwischen "Gemässigt", "Subarktisch", "Tropisch" und "Trocken" oder wählt eine komplett benutzerdefinierte Karte. Auch beim Startjahr seid ihr flexibel. Wer Lust hat auf klassische Dampflocks, startet seine Tycoon-Karriere im Jahr 1900. Wer mehr moderne Verkehrsmittel wie TGV und Co im Fokus hat und gleich in die Gegenwart springen will, setzt die Jahreszahl entsprechend herauf. Im "Mod-Hub" tut sich auch schon einiges. Ein Sandkastenmodus ist dort beispielsweise bereits an Bord. Den schalten wir beim Starten eines neuen Spiels dazu. Die Parameter für das Generieren einer neuen Karte können wir ganz flexibel anpassen, beispielsweise die Menge von Sümpfen und Gewässern, die Städtedichte oder die Nationalität der Städtenamen. Die Vorschau der Karte auf der rechten Seite wird praktischerweise jeweils direkt angepasst. Sobald wir zufrieden sind, legen wir einfach los.

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Wunderschöne Zugmodelle lassen das Hobby-Eisenbahnerherz höherschlagen

Als Erstes bauen wir uns ein Hauptquartier, das die dafür ausgewählte Stadt gleich etwas aufwertet. Ansonsten hat unsere Wahl aber keine grössere Relevanz, weshalb wir uns auch einfach ein hübsches Plätzchen für unser Domizil aussuchen können. Am oberen Bildrand poppen schon bald Darlehensangebote auf, die mit bestimmten Verpflichtungen verbunden sind, etwa Stadt XY mit den gewünschten Gütern zu versorgen. Was man benötigt, wird durch Symbole direkt neben dem Stadtnamen angezeigt - über den Editor im Sandbox-Modus können wir allerdings auch diesen Aspekt anpassen. Das würde sich manch ein Logistiker im wirklichen Leben wünschen! Doch alles fängt damit an, dass man die Menschen, die die auf der Karte verstreuten Städte beleben, mobil macht und miteinander verbindet. Ein paar Haltestellen, ein Bus-Depot, schon ist die "Linie 1" geplant und braucht zum Losstarten eigentlich nur noch ein Fahrzeug, das wir im selben Menü kaufen und der Linie zuordnen können.

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