Uncharted 4: A Thief's End - Vorschau

Naughty Dog hat sich in offene Welten verliebt

Vorschau Benjamin Kratsch

Huch, mit so viel Freiheit hätten wir gar nicht gerechnet

Schade, eigentlich hatten Sully, Sam und Nathan einen bleifreien Tag eingeplant, aber die Jungs von Shoreline sind mit Sturmgewehren bewaffnet und werden von Scharfschützen gedeckt. Angenehm fällt dabei die gesteigerte Künstliche Intelligenz der Schergen auf, die offensichtlich deutlich besser hören können: Wer nämlich mit laufendem Motor in Richtung Camp fährt, ruft die ersten Wachposten auf den Plan, die sehr schnell Alarm schlagen. Wer möchte, kann dafür farbige Markierungen aktivieren: Wird ein Soldat gelb umrandet, ist er wachsam, wittert aber noch keine Gefahr. Weiss sind die Schnarchnasen, die sich aktuell nicht für euch interessieren und orange Söldner, die bereits mit ihrer Waffe im Anschlag den Suchmodus aktiviert haben. Wie ihr das Level meistert, ist dabei völlig euch überlassen: Ihr könnt den Jeep auf einem Hügel parken und euch durchs hohe Gras an Basis ranpirschen, dann rasch den Turm kochkraxeln, dort den Sniper ausschalten, seine Waffe aufklauben und damit die Soldaten ausschalten. Oder ihr prescht mit Vollgas ins Camp, überfährt ein bis zwei Soldaten, werft euch aus dem Auto, rollt ins Gras und liefert euch eine herrliche Schiesserei.

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Auch Nahkampfelemente lassen sich sehr fliessend einbauen: Kommt einer um die Ecke, packt ihr ihn am Kopf, lasst sein Gesicht die Mauer küssen und räumt ihn dann ins dichte Gebüsch, wo ihn seine Kollegen nicht finden. „Uncharted 4“ hat hier stark von „The Last of Us“ gelernt, Naughty Dogs Creative Director nennt aber auch „Far Cry“, Red Dead Redemption“ und „Metal Gear Solid“ als Inspirationsquellen. Neu und anders ist das Line-of-Sight-System: Wurdet ihr in „Uncharted 1- 3“ gesehen, musstet ihr euch dem Kampf stellen und dann letztlich bis zum bitteren Ende durchschiessen. In „Uncharted 4“ hingegen könnt ihr auch einen Gegner abknallen, so seine Kameraden aufscheuchen, dann im Dickicht verschwinden und einmal um die ganze Basis schleichen. Die Soldaten suchen euch dann natürlich, finden euch aber nur, wenn sich eure Sichtlinien kreuzen. Gefühlt hat Nathan Drake auch etliche Moves von Sam Fisher gelernt, beispielsweise das Greifen von unvorsichtigen Scharfschützen, die aus Fenstern schauen und anschliessend das Fliegen lernen. Naughty Dog hat uns allerdings auch versichert, das ihr durchaus einige Missionen komplett im Stealth-Modus meistern könnt. Dabei hilft auch die Buddy-K.I., die noch etwas intensiver eingreift als Ellie in „The Last of Us“: So könnt ihr zusammen mit Sam zum Takedown ansetzen und gleichzeitig aus dem Gras schnellen, um die Schergen kalt zu stellen. Wer es Indiana-Jones-mässiger mag, der schwingt sich mit der Peitsche auf einen Gegner zu, holt mit der Faust aus und landet einen klassischen Haymaker auf dessen Körper.

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