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Watch Dogs [Wii U]

Ein gelungener Hack?

Test Beat Küttel getestet auf Nintendo Wii U

“Watch Dogs” ist wohl einer der am meisten gehypten Titel der letzten Jahre. Als der Ubisoft-Titel vor ziemlich genau einem halben Jahr auf verschiedenen Plattformen erschien, waren die Reaktionen doch eher zwiegespalten. Zwar konnte der Hacker-Thriller durchaus anständige Wertungen einfahren, zum erhofften Überflieger oder gar Game-of-the-Year-Kandidaten reichte es aber bei weitem nicht. Nun ist “Watch Dogs” auch für Nintendos Wii U erschienen; Grund genug für einen weiteren Testlauf in der GAMES.CH-Redaktion, um herauszufinden, ob das Spiel technisch sowie auch mit einigen Wii-U-spezifischen Neuerungen punkten kann.

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Unser Benny war Ende Mai in seinem Test ziemlich angetan von “Watch Dogs”, obwohl die Konkurrenz mit “Grand Theft Auto V”, welches einige Monate früher erschien, nicht gerade klein war. Überflügeln konnte man den Rockstar-Blockbuster zwar nicht, aber Spass machte der Ubisoft-Titel allemal. Doch halt, gerade die Nintendo-Puristen unter euch sind vielleicht mit “Watch Dogs” gar noch nicht so vertraut, deshalb hier noch einmal ein kurzer Überblick, worum es überhaupt geht.

Ein Hacker auf Rachefeldzug

Ihr schlüpft in die Rolle von Aiden Pearce, welcher ein meisterhafter Hacker ist, der gleichzeitig aber eine ganze Menge seelischen Ballast mit sich herumträgt. Nach einem vermasselten Job gerät unser Protagonist nämlich ins Visier von Killern, doch beim Mordanschlag kommt nicht etwa Aiden, sondern seine kleine Nichte Lena ums Leben. Dank seinen Hacker-Fähigkeiten und Beziehungen ist es für Aiden ein leichtes, einen der vermeintlichen Hintermänner ausfindig zu machen, und dies ist dann auch gleich die Ausgangslage zu diesem gross angelegten Abenteuer. In klassischer Open-World-Manier verschlägt euch die Story an verschiedene Orte eines fiktiven Chicagos in der nahen Zukunft. Ihr rennt, schiesst, fahrt und hackt euch durch Haupt- und Nebenmissionen oder verbessert durch erhaltene Skillpunkte verschieden Attribute von Aiden, eben das volle Paket. Im Grossen und Ganzen fühlt es sich (abgesehen vom Hacken) wie ein etwas düstererers “Grand Theft Auto” mit einem Schuss “Assassin’s Creed” an.

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Möglichkeiten zum Hacken gibt es dabei buchstäblich an jeder Strassenecke. Ob wir nun einen Passanten mittels der Daten auf seinem Smartphone ausspähen, Lichtsignale manipulieren um etwa auf einer Flucht hinter uns ein Verkehrschaos heraufszubeschwören oder auf einer Mission Computer oder Sicherheitskameras hacken, die Möglichkeiten sind sehr vielfältig. Im Laufe des Spiels entwicket sich daraus dann aber nicht ganz der packende Story-Gameplay-Mix, den man aufgrund des Hypes erwartet hatte. Ähnlich wie bei einem anderen Ubisoft-Titel, nämlich dem allerersten “Assassin’s Creed” fühlt sich “Watch Dogs” eher wie ein sehr solider erster Teil eines neuen Franchises an, auf dessen Fundament sich in zukünftigen Spielen aufbauen lässt. Auch verschiedene Multiplayer-Features bilden einen interessanten Teil des “Watch Dogs”-Pakets. Unter anderem ist es möglich, passend zur Hacker-Thematik das Spiel eines anderen Users zu entern und ihm übel mitzuspielen, umgekehrt kann euch natürlich das Gleiche passieren. Für ausführlichere Informationen sei euch noch einmal das eingangs verlinkte Review von Benny ans Herz gelegt.

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