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Watch Dogs

Besser als GTA 5 oder nur mehr Hightech?

Vorschau Benjamin Kratsch

„Watch Dogs“ im Mega-Test-Hands-On: Endlich konnten wir Ubisoft Montreals neueste Kreation zig Stunden spielen und mussten uns immer wieder entscheiden: eiskalter Hitman oder an Zivilisten denkender Batman? Riskieren wir Revolten und Tumulte mit Stromausfällen in Chicago nur um ein Regierungsgebäude leichter knacken zu können? In diesem Anspiel-Preview stellen wir euch zig neue Funktionen, Features und den Skilltree genauestens vor. „Watch Dogs“ – das „alles was du wissen musst“-Mega-Preview.

v. Ryan Southardt/Benjamin K. 


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Oh shit, das war keine Absicht. Ich wollte nicht dass dieser harmlose Truck-Fahrer vor mir in seinem Fahrzeug mehrere Meter nach oben gedrückt, sich der Rahmen seines Chassis verbiegt und er panisch aus der Tür rausfällt, sich aufrappelt und gegen ein anfahrendes Auto läuft. Es ist einfach so passiert. Die Geschichte war die folgende: In „Watch Dogs“ gibt es dieses interessante Feature Stahlblocker aus den Strassen von Chicago auszufahren. Eigentlich ist das ein System um Bösewichter wie mich zu stoppen, damit ich keinen weiteren Schaden anrichten und von der Polizei geschnappt werden kann. Als Hacker verfüge ich aber über die Fähigkeit das dafür zuständige CtoS-Überwachungssystem des Chicago Police Departments zu hacken. Ich sitze also in meinem, ähm, temporär geborgten Audi A8, habe auf Grund diverser Delikte und vielleicht auch eines kleinen Einbruchs in einen Hochsicherheitskomplex eine ganze Armee Cops an den Hacken und will die Polizei etwas verlangsamen. Eines der Polizeiautos crasht frontal in den Truckfahrer rein, aus dem Rückspiegel sehe ich wie ein Krankenwagen angeschossen kommt, doch ich habe andere Probleme: Hinter mir sind immer noch drei Polizeiautos mit schiesswütigen US-Cops an Bord. 



Willkommen in Chicago. 


Die Stadt, in der du alles hacken und das Leben zum Stillstand bringen kannst

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 „Watch Dogs“ ist ein faszinierendes Spiel, weil es mir extrem viel Macht in die Hand gibt. Dieses Super-Smartphone von Aiden Pearce kann alles, ausser Kaffee kochen. Ich hacke damit Überwachungskameras und Ampeln, knacke Geldautomaten oder digital verriegelte Super-Sportwagen. Es ist interessant wie offen sich Ubisofts 50 Millionen-Dollar teure neue Mega-Franchise auf einem stundenlangen Anspieltermin präsentiert. Ich kann das Arschloch sein oder der nette Samariter. Das Spiel bombadiert mich förmlich mit Informationen, das ist etwas womit man lernen muss umzugehen. Aber es ist clever wie viel subtile Moralvorstellung eigentlich in diesem System liegt: „Watch Dogs“ klagt mich nicht an, wenn ich will kann ich eine allein erziehende Mutter um ihr mickriges Guthaben auf ihrem Konto bringen. Niemand würde das merken, es gibt kein Gut- und Böse-System in diesem Kontext wie bei beispielsweise „Infamous: Second Son“. Aber du wirst dich oft fragen: Moment mal, kann ich das wirklich tun? Einem Behinderten Geld stehlen? Einer Frau, die Krebs hat, ihren Kleinwagen wegmopsen?

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