Atmosphärisch bis zum Schluss
Hört sich schon mal recht gut an. Aber natürlich gibt es auch einige Kompromisse, die das Spiel mit sich bringen wird. Die Xbox 360 Hat nun auch schon ihre fünf Jahre auf dem Buckel. Grafisch wurde es ein wenig herab geschraubt, was dem Spiel aber bei Weitem nicht weh tut. Die Xbox-360-Version von "The Witcher 2" ist ein prachtvoll anzuschauendes Spiel, mit vielen Farben und einer einzigartigen Lebendigkeit, die ihr bis Dato noch nicht gesehen habt. Lichteffekte, Sound und Atmosphäre vollenden das epische Abenteuer. 
In einer der Missionen müsst ihr zum Beispiel eine Burg belagern, bei der ihr die Physik-Engine des Spiels beobachten könnt. Realistisch fallen dann Fässer um oder einstürzende Holzteile erschlagen eure Feinde. Die KI spielt auch eine sehr grosse Rolle, denn wenn sich euch zum Beispiel einmal ein Feind nähert, tut er das auf seine ganz spezielle Weise und immer wieder anders. Wenn ihr dann das gegnerische Lager besiegt, eine letzte Wand erklommen habt und siegesgewiss herabschaut, seht ihr die atemberaubende Schönheit, welche die Grafik-Engine von CD Project bietet. So auch, wenn ihr durch einen wild bewachsenen Wald streift: Ihr seht viele Details wie wehendes Gras, durch das der Wind streift oder die Sonnenstrahlen, die durch die Blätter fallen. Das sind aber nur einige zauberhafte Momente im Spiel, und ihr werdet stehst neue entdecken.
Da sind eure Braukünste gefragt
Das Herz von "The Witcher 2" ist - natürlich - die Kampferfahrung, die ihr während des Spieles erlernt. Ihr solltet im Spiel nicht einfach auf Teufel komm raus losmarschieren und ein paar Knöpfe drücken. Wie auch in den Romanen muss Geralt Extrakte brauen und Heiltränke zu sich nehmen, um sich gesundheitlich wieder zu erholen. Ebenso kann er aber auch einen Zaubertrank brauen, der euch eure Gegner vom Leibe hält und eine Art Schutzschild um euch herum aufbaut, um nicht so schnell als Fischfutter zu enden.
Angemessen ausgestattet mit bis zu drei solcher berauschenden Getränke, seid ihr stets kampfbereit. So mancher Trank kann dann auch wie eine Art Drogenrausch wirken. Geralt verfügt dann beispielsweise über eine unglaublich schnelle Reaktionsfähigkeit und nimmt die Regungen seiner Gegner besser wahr. Es gibt aber auch Tränke wie den Aard, der eure Gegner niederschlägt, oder der Igni, der eure Gegner in Flammen aufgehen lässt. Wenn ihr etwas Zeit habt, könnt ihr auch Fallen aufstellen, um Feinden, die ihr nicht gerade vor Augen habt, zu fangen. Es gibt aber auch eine Menge Moves und Kampfbewegungen, die ihr bei euren Gegnern anwenden könnt. Ähnlich wie bei "Assassins Creed" seht ihr Geralt dann aus einer anderen Perspektive, wie er dem Gegner den Rest gibt. In verschiedenen Kampf-Arenen könnt ihr auch weiterhin eure Kampffähigkeiten ausbauen, die euch bei erfolgreichem Ausschalten eines Schergen belohnen. Im Ganzen gesehen wird euch somit immer mehr Taktik im Kampf geboten, die ein einfaches Button-Mashing verhindern soll.
Natürlich - und in Anbetracht des Karriere-Pfades, den Geralt gehen wird - gibt es auch viele Kämpfe mit Monstern, die grösstenteils in Form von Boss-Fights ausgetragen werden. Obwohl auch leichtere Gegnerarten euch über den Weg laufen werden, sind die Vielfalten und Längen der Kämpfe immer unterschiedlich und lassen sich immer auf eine andere Weise angehen.