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ID@Xbox-Lineup 2018 - Special

Diese acht Spiele solltet ihr im Auge behalten

Artikel Video Benjamin Braun Sönke Siemens

In München konnten wir kürzlich eine Reihe der kommenden Spielhighlights aus Microsofts Indie-Programm ID@Xbox anspielen und mit zahlreichen der Entwicklern sprechen. In diesem Special möchten wir euch unsere acht Favoriten vorstellen und verraten, weshalb auch ihr euch auf sie freuen könnt.

Bereits vor vier Jahren startete Microsoft mit ID@Xbox sein eigenes Indie-Programm. Der Publisher unterstützt im Rahmen dessen unabhängige Entwicklerstudios nicht bloss mit Know-How, sondern auch kostenlos mit Entwicklerkits der aktuellen Spielekonsole Xbox One und in vielen anderen Bereichen. Seit 2014 treten immer mehr kleine und mittelgrosse Game-Studios dem Programm bei. Rund 500 sind es mittlerweile weltweit, darunter „Limbo“-Entwickler Playdead, „Project Cars 2“-Macher Slightly Mad Studios oder die Schweden von Fatshark, die zuletzt ihr Koop-Actionspiel „Warhammer: Vermintide 2“ veröffentlichten. Mehr als 1000 Spiele befinden sich unter dem Schirm von ID@Xbox aktuell in der Entwicklung, wie Agostino Simonetta, Europa-Chef des Indie-Programms von Microsoft, verrät. Dazu zählen auch zahlreiche Titel, die exklusiv für die Microsoft-Konsole erscheinen werden.

In der deutschen Microsoft-Zentrale in München haben wir die Gelegenheit genutzt, eine Reihe der kommenden Titel anzuspielen und die Entwickler vor Ort mit unseren Fragen zu löchern. Auf dieser und den folgenden Seiten möchten wir euch unsere Highlights vorstellen, die vom Plattformer, über Rollenspiele, Adventures und Shooter bis hin zu Weltraum-Survival-Simulation so gut wie jedes wichtige Genre abdecken.

State of Mind

Genre: Adventure
Entwickler: Daedalic Entertainment
Release: 15. August 2017
auch für: PC, PS4, Switch

Der ausufernde Trend zum technologischen Fortschritt und die steigende Kluft zwischen arm und reich sind nur zwei der zentralen Themen von „State of Mind“, dem kommenden Adventure von Daedalic Entertainment. Hier übernehmen nicht bloss zunehmend Androiden die Arbeit der Menschen. Es existiert sogar ein Cyberspace, in das sämtliches Wissen, ja selbst persönlichste Erinnerungen der Einzelnen hochgeladen und auf Bots übertragen werden. Die führen in „City 5“ eigentlich ein Eigenleben, doch offenbar gibt es längst einen regen Austausch zwischen „City 5“ und der echten Welt.

Im Zentrum der Handlung steht der Journalist Richard Nolan, der sich nach einem Zwischenfall an so manches aus der jüngeren Vergangenheit nicht mehr erinnern kann. Richard hat aber auch mit privaten Problemen zu kämpfen und ist nicht gerade ein Sympath vor dem Herrn. Er betrügt seine Ehefrau und hasst sein eigenes Kind. Martin Ganteföhr, Chef-Autor von „State of Mind“ und Schöpfer von dystopischen Zukunftsabenteuern wie „The Moment of Silence“ oder psychologischen Thrillern wie „Overclocked: Eine Geschichte über Gewalt“, bezeichnet seinen „Helden“ gar offen als „Arschloch“. Aber er hat eben einen Hang zu Typen mit Charakter, und immer nur nett und vorbildlich handelt schliesslich niemand von uns.

Knifflige Rätsel werdet ihr in „State of Mind“ nicht lösen müssen. Die Geschichte, Richard, sein Cyberspace-Gegenstück und die übrigen spielbaren Charaktere stehen hier über allem. Entscheidungen aber gibt es dafür immer wieder, die einerseits unsere Identifikation mit Richard steigern, andererseits aber auch herbe Konsequenzen nach sich ziehen können. Spannend und atmosphärisch muten aber nicht nur Charaktere und Story von „State of Mind“ an, sondern auch die Grafik. Dabei setzen die Macher auf einen Stil, der der Voxel-Grafik von Klassikern wie „Outcast“ ähnelt. Gepaart mit der unseren bisherigen Eindrücken nach erstklassigen Sprachausgabe erwarten wir deshalb nicht weniger als ein packendes Abenteuer, das uns auch lange nach den Credits noch beschäftigen wird.

Geeignet für: Freunde intensiver Story-Erfahrungen
Alternativen: Detroit: Become Human, Life is Strange, The Walking Dead

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