XDefiant - Test / Review

CoD + Hero-Shooter + F2P = Fun?

Test Video Fabrice Henz getestet auf Xbox Series X/S

Spätestens seit “Super Smash Bros.” wissen wir, dass Franchise-Mash-ups gut funktionieren. Viele Publisher sind der Idee gefolgt, von SEGA über Warners Bros. und Nickelodeon bis Ubisoft. Beat 'em ups und Kart-Racer sind die üblichen Verdächtigen für diese Mischungen - zu Ubisoft passen diese Genres jedoch nicht.

"XDefiant" ist ein waschechter First-Person-Shooter im Ubi-Universum, der gratis für PC, PlayStation 5 und Xbox Series erhältlich ist. Nach gut 20 Stunden auf der Series X sind wir positiv überrascht worden.

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"XDefiant" ist ein Arena-Shooter mit 6-gegen-6-Matches (4 gegen 4 im Ranked Mode), der allen Fans des normalen Mehrspielermodus von "Call of Duty" bekannt vorkommen dürfte. Aktuell befindet es sich in der sogenannten Preseason, wirklich begonnen hat es also noch nicht ganz. Der erwähnte Ranked Mode ist beispielsweise noch nicht in vollem Gang, weil es dort zum Start der ersten Season losgehen wird. Im Moment sind fünf Fraktionen aus verschiedenen Ubisoft-IPs verfügbar: Echelon aus "Splinter Cell", Libertad aus "Far Cry 6", DedSec aus "Watch_Dogs II", Phantoms aus "Ghost Recon Phantoms" und die Cleaner aus "The Division". DedSec ist als einzige nicht von Anfang an verfügbar und muss entweder über gesammelte Erfahrungspunkte freigeschaltet werden oder mit Echtgeld gekauft werden.

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Jede Gruppierung verfügt über zwei Fähigkeiten, die von ihrer Herkunft inspiriert sind. Die Phantoms kontrollieren mit Schilden die Levels, die Libertad haben verbesserte Heilungsfähigkeiten, die Cleaner sind Schadensmaschinen dank ihrer Feuer-Gadgets, Echelon sorgen mit Tarn- und Markier-Skills für Unterstützung, und DedSec hacken feindliche Gadgets oder setzen sie komplett ausser Gefecht. Für alle ausgeführten Aktionen sammelt man zusätzlich Energie für einen Ultimate, mit dem man die Kämpfe zu seinen eigenen Gunsten wenden kann. Der Mix aus einer passiven Fähigkeit, einem aktiven Skill und einem Ultimate kann schnell die Balance aus ihren Fugen heben, fühlt sich jedoch aktuell ziemlich gut an. Selbst theoretisch zu starke Fähigkeiten wie wortwörtliche Wallhacks sind nur in den richtigen Händen und vor allem im richtigen Modus sehr effektiv. Je nachdem, für welchen Modus man sich entscheidet und wie man sich selbst verhält, sind alle Fraktionen nützlich und gut. Phantoms mit Schilden trumpfen im Escort auf, weil sie dort den Roboter selbst unter Feindbeschuss vorwärts bewegen können. Cleaner mit Feuerbomben, -drohnen und -werfern haben auf engen Maps in Gebäuden ihre Vorteile. Es gibt zumindest im Moment auch keine Fraktion, die man hauptsächlich sieht, und das Balancing fühlt sich in diesem Bereich wunderbar an.

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Der Vergleich mit "Call of Duty" kommt natürlich nicht von Helden mit Fähigkeiten, sondern vom eigentlichen Feeling und "XDefiant"-Kern. Gespielt wird auf keinen allzu grossen Maps, die ausserdem im Grossen und Ganzen symmetrisch sind. Sie folgen meist dem Grundschema der drei Lanes, auch wenn sie im Detail deutlich verschachtelter sind und mehr Laufwege und Sichtlinien bieten. Nur im Escort-Modus sieht es ein wenig anders aus, da man dort eine Payload von Punkt A zu Punkt B begleiten muss. Gefühlt ist das Gameplay klassischer, als man es heutzutage vielleicht gewohnt ist. Maps bieten keine Objekte, mit denen man interagieren kann, also etwa Türen oder Fenster. Man kann sich nicht hinlegen, Waffen können nicht gemountet werden, und generell ist das Tempo relativ hoch. Campen ist zwar logischerweise immer möglich, doch die Maps und der Spielstil fördern dieses Verhalten nicht. Das Waffengefühl ist ebenfalls ziemlich Arcade-lastig, und im Moment bietet das Arsenal die gewohnte Auswahl aus Sturmgewehr, Maschinenpistole, Schrotflinte, Scharfschützengewehr, Selbstladegewehr und Pistole.

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