The Legend of Zelda: Link's Awakening - Test / Review

Knuffig-bunte Zeitreise

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Ein Riesen-Ei und acht Instrumente

Anders als bei der Grafik ändert sich inhaltlich nur sehr wenig im Vergleich zum Original. Link strandet auf einer ihm zuvor unbekannten Insel namens Cocolint, wo er von der Dorfbewohnerin Marin aufgefunden wird. Er macht zudem Bekanntschaft mit einem Uhu, der ihm künftig den Weg durch die Spielwelt weist, in der wir sukzessive acht Instrumente finden müssen. Ohne sie können wir schliesslich den Windfisch nicht wecken - und nur wenn das gelingt, soll man die Insel überhaupt wieder verlassen können. Was genau der Windfisch ist und was er macht? Das solltet ihr am besten selbst herausfinden, falls ihr es noch nicht aus dem Original wisst. Aber eins gilt für neue und alte Spieler gleichermassen: es lohnt sich!

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Auch an den Gebieten - Sümpfe, Wüsten oder ein nebeliger Zauberwald - ändert sich wenig. Für Haupt- und Nebenmissionen gilt dasselbe. Sogar das Layout der Dungeons, wie wir dort Schlüssel finden oder mit welcher Taktik wir Zwischen- und Endbosse besiegen, sind fast ausnahmslos so, wie es im Original war. Auch die Gadgets bleiben dieselben. Dass ein Kettenhund aus dem Dorf im Remake nun anders heisst, gehört noch zu den auffälligsten Änderungen. Bei Steuerung und Spielkomfort sind wesentlich grössere Neuerungen erkennbar.

Fast moderner Spielkomfort

Kenner des Originals wissen eventuell noch, dass die Verwendung der Gadgets und sonstiger Ausrüstungsobjekte mitunter recht umständlich war. Abgesehen vom stets ausgerüsteten Schwert, sobald ihr es wieder in eurem Besitz habt, musstet ihr jedes andere Teil separat im Inventar an- und das vorherige entsprechend ablegen. Im Remake ist das anders. Gleich zwei Objekte weist ihr unterschiedlichen Aktionstasten zu, sodass ihr beispielsweise parallel Bomben und etwa die für Sprünge notwendige Greifenfeder anlegen könnt. Oder ihr nehmt das Zauberpulver und den Bogen, um bestimmte Objekte zu entzünden oder Gegner aus der Distanz unter Beschuss zu nehmen, ohne noch mal ins Menü zurückzumüssen.

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Ebenfalls möglich sind nun diagonale Bewegungen mit Link. Dadurch fühlt sich das Abenteuer definitiv natürlicher an. Die eher seltenen Fälle, in denen die Funktion die im Original kniffligeren Situationen vereinfacht, stören Atmosphäre oder Anspruch kaum. Tendenziell leichter wird es durch die automatische Speicherfunktion, die mehr oder weniger bei jedem Raumwechsel erfolgt. Schön wäre aber gewesen, wenn man für die jederzeit nutzbare manuelle Speicherfunktion mehr als nur drei Slots zur Verfügung hätte. Das ist dann mit einer konservativen Note in der allgemeinen Herangehensweise nur sehr begrenzt zu erklären.

Fazit

Mit dem Remake zu "The Legend of Zelda: Link's Awakening" liefert Nintendo vielleicht keine absolut perfekte Neuauflage des Game-Boy-Klassikers ab, aber eine richtig starke. Gut, in einem Remake hätte man sich inhaltlich nicht ganz so eng an der Vorlage orientieren müssen, da Kenner des Originals so keine grossen Überraschungen erwarten. Links viertes Abenteuer hat umgekehrt allerdings über all die Jahre nichts von seiner Faszination eingebüsst und erstrahlt dank der umfassend überarbeiteten Grafik im stilistisch hübschen Comiclook definitiv in neuem Glanz. Ob ihr also das Abenteuer von früher kennt oder es mit der Switch-Umsetzung erstmals erlebt: in beiden Fällen können wir euch "Link's Awakening" nur wärmstens ans Herz legen!

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