SingStar: Guitar Alles im Griff?
Im Juni hatten wir während der E3 in Los Angeles das erste Mal die Möglichkeit bei „SingStar: Guitar“ Hand anzulegen und hatten jede Menge Spass. Inzwischen ist „SingStar: Guitar“ im Handel erhältlich. Ob sich der Kauf des neusten Titel lohnt, erfahrt ihr wie üblich bei uns.
Mit der SingStar-Reihe hat Sony schon vor Jahren den Markt für die heute weit verbreiteten und beliebten Musikspiele geebnet. Ursprünglich war das Karaoke-Spiel aus dem Hause London Studio eigentlich nur als Tech-Demo geplant und umgesetzt. Inzwischen wurden seit 2004 weltweit über 18 Millionen SingStar-Discs verkauft. Ein ansehnlicher Erfolg. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich die kreativen Köpfe bei London Studio etwas Neues haben einfallen lassen. Das Resultat liegt nun vor uns - oder besser in unserer PlayStation 3 –: „SingStar: Guitar“.
Auf unsere Frage, warum wir nun auch Gitarren in „SingStar“ nutzen dürfen, antwortet der Chefentwickler aus dem Hause London Studio kurz und prägnant: „Wir waren der Meinung, dass die Zeit reif dafür ist. Es sind so viele Gitarren-Controller vorhanden, die wollen doch genutzt werden.“ Nina, die Produkt-Managerin von Sony, war dann auch während der ganzen Messe kaum von den Gitarren-Controllern wegzukriegen.
Was steckt nun hinter aber in dem neusten „Singstar“-Titel? Eigentlich genau das, was zu erwarten ist. Die bereits verfügbaren Gitarren aus „RockBand“, „Guitar Hero“ und „Band Hero“ können nun endlich in „SingStar“ genutzt werden. Wenn eure Freundin oder euer Freund keine Lust zum Singen hat, dürfen diese die Gitarren zum Mitspielen nutzen. Wer die bereits genannten Spiele kennt, der wird mit der Steuerung des neuen „SingStar“-Titels keine Probleme haben. Etwas fällt aber sofort auf: Der neue „SingStar“-Titel ist um einiges einfacher und auch weniger komplex als die Konkurrenzprodukte. Dies ist keinesfalls als grosser Kritikpunkt anzusehen. Schliesslich handelt es sich beim neuen Titel um eine Funktionserweiterung des Karaoke-Spiel, das vor allem Spass machen soll. Bis zu zwei Gitarristen können sich übrigens im Spiel messen. Gleichzeitig dürfen bis zu zwei Sänger ihre Gesangskünste zum Besten geben. Nur einen passenden Online-Modus sucht man (noch?) vergeblich.
SingStore mit weiteren Gitarren-Tracks
Die auf der Disc vorhandenen Songs reichen für einen ersten vergnüglichen „SingStar“-Abend. Leider sind im SingStore für die Gitarren (17. Oktober 2010) noch keine Songs erhältlich. Sony plant, dass man für bereits gekaufte Songs den Gitarren-Track zusätzlich erwerben kann. Das wird dann auch für das im November erscheinende „SingStar: Dance“ möglich sein. Dies ist auch notwendig, ansonsten wird die Gitarren-Party ziemlich schnell langweilig. Dafür sind einfach noch zu wenig Songs verfügbar. Es ist noch offen, ob die Gitarren-Erweiterung auch als Download zur Verfügung stehen wird. Wir rechnen frühestens in einem halben Jahr damit.
[UPDATE: 18.10.2010] Ab 20. Oktober werden die ersten Gitarren-AddOns für 0.50 Euro im SingStore verfügbar sein.
Die aktuellen Infos zu den SingStore-Updates findet ihr regelmässig unter www.games.ch/singstar.
Fazit
„SingStar: Guitar“ macht auf jeden Fall eine Menge Spass. Für Hardcore-Gitarristen ist das Spiel jedoch weniger geeignet. Wie bereits erwähnt ist dies auch nicht die Zielgruppe des Spiels. Die Songs können übrigens auch ohne Gitarre genutzt werden.










Ich konnte das Spiel an der E-Games in Bern antesten.
Für mich kommt es etwas klinisch rüber. Das Design ist im stylishen SingStar-Design gehalten und mir fehlt einfach ein gewisser «Dreck», etwas Sex, Drugs & Rock'n'Roll, den ich sonst mit den Gitarrenspielen verbinde. Allerdings soll dies keine Kritik an der Funktionalität des Spiels selbst sein. Die Gitarre wurde gut ins Spiel eingebaut und macht auch Spass... Aber wie schon im Fazit erwähnt: Wer seinen Narren an Guitar Hero oder RockBand gefressen hat, der wird vermutlich von der Präsentation im SingStar-Look etwas enttäuscht sein. Eingefleischten SingStar-Fetischisten wird die Abwechslung in Form eines Musikinstruments sicherlich Spass machen.