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Die besten Games 2009

Platz 05: Warhammer 40.000: Dawn of War 2

News Björn

Relic ist nicht ohne Grund eines meiner favorisierten Entwickler-Studios. Schaffen es die Jungs doch immer grandiose Strategie-Elemente mit frischen Ideen noch besser zu bekommen als man es erwartet. So geschehen auch beim ersten Warhammer RTS, das 2009 seinen Nachfolger bekommen wird.

Warhammer 40.000: Dawn of War inkl. seiner AddOns ist ohne Zweifel eines der besten Echtzeit-Strategie-Titel weltweit geworden. Nicht nur Fans der Warhammer-Welt waren dieser Meinung. Dennoch gibt es natürlich auch an einem grandiosen Game immer etwa zu verbessern.

Dennoch geht Dawn of War 2 nun ganz klar Neue, oder doch Alte? Wege im angestaubten Genre der Echtzeitstrategie. Denn wo die Klassiker von Command & Conquer, bis hin zu WarCraft oder StarCraft bzw. dessen Nachfolger StarCraft 2 Ende des Jahres auf sehr klassisches Gameplay mit Basen- und Truppenbau setzen baut Warhammer 40.000: Dawn of War auf seine eigenen Stärken, die mehr in Richtung Rollenspiel gehen.

Auf Basisbau und Micromanagment, das in regulären RTS Titeln meist eher der Schlüssel zum Erfolg ist als gutes strategisches denken, wird in Dawn of War 2 komplett verzichtet. Hier wird mit einer einzelnen Truppe der Krieg geführt, so dass man nicht einfach Squad nach Squad auf den Gegner hetzten kann sondern die Stärken der einzelnen Einheiten direkt ausspielen muss. Rollenspiel-Elemente kommen hier verstärkt ins Spiel, denn jeder der Space Marines unter dem Kommando des Spielers gewinnt mit jeder Schlacht neue Fertigkeiten und wird so mehr und mehr zu einem unverzichtbaren Teil eures Kommandos. Der Spieler wird auf dem Monitor durch eine eigene Spielfigur verkörpert, die ebenfalls de Blood Ravens, ein Orden der Space Marines angehört.

Ihr als Force Commander hab wiederum Helden unter euch, die erneut ein kleines Squad befehligen. Der Spieler selbst befehligt die, fast unsterblichen Helden und diese dann ihre Jungs. Unsterblich sind die Helden in dem Sinne, dass solange einer überlebt dieser den anderen wieder auf die Beine helfen kann. Die unbenannten Squad-Mitglieder unter dem Kommando des Helden sind allerdings sehr wohl sterblich. Vergleichbar mit den Red Shirts aus Star Trek.

Die über 50 geplanten Missionen eurer tapferen Marines finden dabei auf unterschiedlichen Planeten, also auch komplett anderen Locations statt. Start einer Mission, die übrigens mit 15-20 Minuten diesmal recht kurz ausfallen sollen, ist immer die Landung per DropPod im Einsatzgebiet. Danach geht es gleich in die Action, die dann meist mit einem Endkampf ihr Ende erreicht. Auf den detailreichen Missionskarten finden sich dabei in der Gegend auch schon mal das ein oder andere Extra, das dann natürlich auch in den folgenden Missionen benutzt werden kann.

Wem die Singleplayer-Kampagne dann nicht mehr reicht findet natürlich auch kooperatives Multiplayer-Gameplay mit eher gewohntem RTS-Gaming. Zwar gibt es hier eine Basis zum Bau neuer Trupps, ansonsten spielt sich Dawn of War 2 hier auch weniger wie bekannte Echtzeitstrategiespiele.

Wie ihr schon seht schafft es relic hier scheinbar wirklich einen Nachfolger zu einem der besten RTS-Titel auf den Markt zu bringen, der gleichzeitig doch ein ganz neues Spiel wird und sich deshalb von Genre-Konkurrenten sehr gut abheben kann. So dürfte sich nächstes Jahr auch nicht die Frage stellen ob Dawn of War 2 oder StarCraft 2 das bessere RTS-Game ist, denn beide sind einfach zu individuell.

Echtzeitstrategie gepaart mit Rollenspiel-Elementen, viele haben dies schon versucht. Blizzard selbst zuletzt mit WarCraft 3, aber so eine extreme Verschmeldung dieser beiden Genre dürfte es bislang noch nicht gegeben haben, deshalb ist Dawn of War 2 unser Platz 5 der besten Games 2009.

Links zu Warhammer 40.000: Dawn of War 2

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