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After Burner Climax

Achtung: Schwindelgefahr!

Test Guest getestet auf Beachlife: Virtual Resort

Wenn ein Klassiker eine Wiederbelebung verdient hat, dann ist das "After Burner". Dies hat sich wohl auch SEGA gedacht und verpasst dem Arcade-Shoot’em-up einen zeitgemässen Look in HD-Optik. Welche Qualitäten das Remake noch hat, erfahrt ihr in unserem Artikel.

"After Burner" war in den Achtzigern das Spiel in Sachen Flugaction. Für damalige Verhältnisse war das Spiel sehr ansehnlich und unglaublich rasant. Schnelle Reaktionen und ein flinker Finger am Abzug waren unerlässlich um den Highscore zu knacken. Erfreulicherweise hat SEGA in der Neuauflage am grundlegenden Spielprinzip nichts verändert. Wie in den guten alten Zeiten schwingt ihr euch ins Cockpit eines bekannten Düsenjets, wie der F15 Strike Eagle oder der Super Tomcat, und ballert alles vom Himmel was auch nur entfernt nach Gegner aussieht.

Schnell, schneller "After Burner"
In der Sicht von hinten heizt man mit einem Affenzahn über abwechslungsreiche Landschaften, die hohe See oder gelegentlich auch durch Schluchten. Allen Levels ist eines gemeinsam, die unglaublich hohe Gegnerdichte. Egal ob Bomber, Jet oder Flags, mit eurer Bordkanone und natürlich den Raketen sorgt ihr für geordnetes Chaos am Himmel und auf dem Boden. Zu Beginn dürfte dabei jeder erst einmal von der puren Wucht, mit der euch das Spiel ins Geschehen wirft erschlagen sein. Das Tempo ist unglaublich hoch, und zündet man den Namens gebenden After Burner (Rückbrenner), dann fühlt sich das Ganze an wie der sprichwörtliche Ritt auf der Kanonenkugel. Das Spiel läuft dabei jederzeit flüssig ab, nur gelegentlich kommt es zu Slow Downs, aber dies war ja im Ur-Spiel auch schon so.

Kombogewitter
Wie gesagt verfügt man über eine Bordkanone, die im vergleich zu den Raketen in unbegrenzt Munition besitzt. Hat man alle Raketen gezündet, braucht es ein paar Sekunden, bis sie sich wieder aufladen. Auch das Zielsystem fällt etwas aus der Reihe. So muss man mit dem Fadenkreuz erst Feinde markieren, bevor sich diese Abschiessen lassen. Geübte Spiele markieren natürlich so viel Feinde wie möglich auf einmal, um einen fetten Kombo-Bonus einzusacken. Wer aber richtig aus absahnen will, der wartet bis die so genannte "Climax"-Leiste voll ist. Dann kann auf Druck auf die LB- oder RB- Buttons das Fadenkreuz vergrössert werden, wodurch man mehr Gegner ins Visier bekommt. Zudem aktiviert man auf diese Weise eine kurze Zeitlupe, die das Zielen ebenfalls erleichtert. Im Endeffekt geht es immer um die grösst mögliche Kombo und damit natürlich Punkte. Hier ist die Herkunft von "After Burner", als die klassischen Arcade-Automaten in der Spielhalle, allgegenwärtig.

Durch erzielte Punkte schaltet man auch Bonusgegenstände frei, die es z.B. erlauben die Continue-Anzahl zu erhöhen, die Bordkanone automatisch feuern zu lassen oder die Gegner-KI runterzusetzen. Einige der Goodies sind sehr hilfreich, andere wie die Vollgasautomatik machen einem das Leben eher schwerer. Je länger man spielt, desto mehr hilfreiche Goodies erhält und umso einfacher wird das Spiel letztendlich. Ein komisches Belohnungssystem, aber was soll’s...

Effektgewitter
In "After Burner Climax" kracht und knallt es im Sekundentakt. Die Explosions- und Lichteffekte können sich durchaus sehen lassen und manchmal weiss man vor lauter Krachbumm nicht mehr wo oben und wo unten ist. Nicht umsonst warnt das Spiel vor Beginn, dass es manchen Personen übel auf den Magen schlagen oder gar Epilepsie auslösen könnte. Die Landschaften, die an einem vorbei rasen, sind mal hübsch und beinah fotorealistisch, mal sehen sie aus schnell dahingeklatscht aus. Insgesamt ist der optische Eindruck aber sehr gut, und der neue Look steht dem Klassiker hervorragend. Der Sound ist passend zum Arcade-Thema gewählt und man darf sich sogar aussuchen, ob man lieber von den neuen oder den Tönen aus "After Burner II" berieseln lässt. Nervig sind die ständigen Funkdurchsagen, die häufig Tipps geben, die einen in den Tod treiben. Also lieber nicht beachten, was auch die nette Stimme da ständig zu ruft. Einfach drauflosfliegen und hemmungslos umherballern hat sich als ultimatives Patentrezept erwiesen.

Leider ist der Spass viel zu schnell vorbei und trotz Alternativrouten hat man das Spiel in gut 20 Minuten durchgespielt. Der vom Hersteller erwähnte Kampagnenmodus entpuppt sich als Aracde-Modus und die 20 Levels und Missionen sind jedes für sich nur wenige Minuten lang. Schade, den der Titel macht Lust auf mehr.

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