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The Jim and Frank Mysteries: The Blood River Files

Dreister Layton-Klon?

Test Nico getestet auf iPhone

Ich war sehr froh, als ich von der Ankündigung von "The Jim and Frank Mysteries: The Blood River Files" Gehör nahm. Erst Recht weil die "Professor Layton"-Reihe zu meinen liebsten Franchises zählt. Das angekündigte Spiel erschien, welches der "Layton"-Reihe aufs Haar gleicht, letzte Woche im AppStore. Sofort am Releasetag haben wir uns den Titel heruntergeladen, um euch zu verraten, ob sich ein Download lohnt.

Jim und Frank

Vorerst eine Warnung: Zurzeit bietet das Spiel noch keine deutsche Textausgabe, wer also des Englischen nicht mächtig ist, sollte noch warten. Allen anderen sei hier der eher simple Plot erklärt: Jim feiert seinen Geburtstag - dies natürlich ohne seine Eltern. Denn diese kümmern sich selten um ihn und haben sogar seinen 15. Jahrestag vergessen. Immerhin kümmert sich kein Grossvater rührend um ihm. Sogar so sehr, dass er dem rätselbegeisterten Teenager zu jedem Geburtstag eine Knobelei in Form einer Schnitzeljagd präsentiert. Für den Fünfzehnten hat sich der Opa aber etwas ganz Besonderes ausgedacht. Er will das sein Enkel den unbekannten "Blood River" findt, wo ein Geheimnis auf ihn wartet. Zusammen mit seinem Freund Frank startet Jim somit ein unterhaltsames Abenteuer. Die Geschichte wird mit der Zeit durch weitere Details ausgeschmückt, die an dieser Stelle nicht verraten werden, zumal die Story auch eher sekundär ist.

Der Rätsel-Part

Einen grösseren Wert legten die Entwickler auf den Rätselpart. Im gesamten Spiel, das etwa 12 Stunden zu unterhalten weiss, werdet ihr auf 50 Knobeleien treffen. Diese werden euch meistens von den Dorfbewohner aufgetragen. Die Art der Rätsel ist dabei sehr unterschiedlich. Von Algebrarätsel, über Schieberätsel bis zu Logikaufgaben bekommt ihr viele bekannte Rätseleien aufgetischt. Schade ist, dass sich kaum unbekannte Kopfnüsse darunter verbergen. Zu oft habe ich mir gewünscht etwas Neues anzutreffen. Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel ist dabei gut ausbalanciert, sodass diese schön kontinuierlich schwieriger werden. Solltet ihr euch an einer Knobelei die Zähne ausbeissen, bietet das Spiel ähnlich wie "Professor Layton", Hilfen an. Die Hinweise sind in Form von Geldscheinen im Hintergrund eines Areales versteckt. Findet ihr diese müsst ihr sie lediglich antippen, um sie in euer Inventar aufzunehmen. Allerdings kann euch ein Einsatz der sogenannten Eurekas, unter Umständen teuer zu stehen kommen - im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die Anzahl Eurekas ist begrenzt. Habt ihr keine mehr könnt ihr freiwillig Eurekas nachkaufen. Ich finde es etwas unsinnig und umverschämt, Geld für keine Gameplay-Zusätze im eigentlichen Sinn zu bezahlen. Als Gameplay-Zusatz gibt es nebst den Rätsel auch sechs kleinere Spielereien, wie etwa Holzhacken oder ein "Tetris"-Rätsel.

Controller ist während dem Spiel ausschliesslich euer Finger. Wie bei "Professor Layon" könnt ihr per Klick auf eine der Antworten euren Lösungsvorschlag anbringen. Ausserhalb der Rätselwelt könnt ihr euch nicht frei bewegen. Ihr könnt jeweils lediglich in eine Richtung gehen. Vergesst ihr also einmal das Einsammeln von Eurekas, hat dies zur Folge, dass ihr nicht mehr zum vorigen Areal zurückgehen könnt. Zum Glück kommt aber später an einige Stellen zurück.

Layton-like?

Spielprinzip, Anzahl der Charaktere, einige Areale, Hinweismünzen. In all diesen Punkten gleicht "The Jim and Frank Mysteries" "Professor Layton" bis aufs letzte Haar. Ist es deswegen ein dreister Abklatsch? Sicherlich kann man mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass den Entwicklern die "Layton"-Reihe ein Begriff war, trotzdem halte ich es nicht für schlimm, die "Layton"-Reihe in leicht anderer Form auf das iPhone zu bringen.

Augenschmauss

Optisch ist das Spiel wahrlich ein Meisterwerk. Die Umgebung ist in einem stylishen Comic-Look designt, und die Charaktere wirken äusserst lebhaft. Auch die Zwischensequenzen wissen zu begeistern. Akustisch gesehen ist das Spiel etwas weniger gut. Dem Titel fehlt einfach eine Sprachausgabe und es besitzt lediglich eine Handvoll Musikstücke.

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