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Ring Fit Adventure - Test /Review

Ein Ring, sie zu knechten?

Test Video Beat Küttel getestet auf Nintendo Switch

Fazit: Nintendo hat es mal wieder geschafft

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Da ist sie also wieder, diese viel zitierte Nintendo-Magie. Wir lieben sie in "Super Mario"- oder "Zelda"-Spielen, aber dazwischen schwingt Big N eben auch in abgefahreneren Spielkonzepten den Zauberstaub - siehe "Nintendo Labo" oder eben jetzt "Ring Fit Adventure". Wie kaum sonst jemand in der Gaming-Branche hat es der Mario-Konzern ganz einfach drauf, diese pure Freude am Spielen in farbenfrohe und unterhaltsame Welten und Konzepte zu packen. Knapp zwei Wochen waren jetzt natürlich nicht genug, um schon grossartige Gewichtsverluste oder Ähnliches festzustellen, aber es ist lang genug, um zu wissen, dass das Spiel einen langen Atem hat. Als jemand, der sowohl durch Phasen starken Übergewichts (120 kg), extremen Abnehmens (minus 50 kg) und exzessiven Workout-Wahns gegangen ist, weiss man ein wenig was über seinen Körper und übers Trainieren. Doch seit daheim der eigene Nachwuchs das Haus unsicher macht, nehmen Sport und Fitness kaum mehr einen Platz im täglichen Leben ein, da man lieber heim zur Familie fährt. Auch Fitness über YouTube oder irgendwelche Apps bringt nicht die nötige Motivation. Hier hat "Ring Fit Adventure" mit seinem Nintendo-Charme und den Gamification-Aspekten ganz einfach etwas Motivierendes und frei Einteilbares zu bieten, was es sonst in dieser Art noch nicht gab. Es macht Spass und ist zudem effektiv, im Spiel im Schweisse seines Angesichts voranzukommen oder einfach in den Minigames Highscores zu jagen und dabei fitter zu werden. Dabei hat Nintendo wie so oft auch an kleine Details gedacht. So gibt es etwa einen "leiseren" Modus, bei dem ihr nicht gezwungen werdet, lautstark auf der Stelle zu rennen, was je nach Wohnsituation natürlich nicht immer gut ankommt. Auch wenn ihr etwas anderes macht, etwa einen Film schaut oder auf games.ch surft, gibt euch der Ring-Con die Möglichkeit, etwas für eure Fitness zu tun und dafür auch später ingame belohnt zu werden. Ihr könnt nämlich den Analog-Stick des am Ring-Con befestigten Joy-Con drücken, um diesen einzuschalten (ohne dass die Switch selber dabei läuft). Fortan erfasst der Controller, wie oft ihr den Ring-Con zusammendrückt oder auseinanderzieht, sprich wenn ihr trainiert. Dies bringt euch später im Abenteuermodus Goodies - es lohnt sich also durchaus. Wie gesagt ist das nur ein Detail, aber man merkt einfach, dass man hier nicht schnell ein Spiel hingerotzt hat, sondern sich eben wirklich Mühe gab.

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Wir waren und sind auf jeden Fall sehr positiv überrascht von "Ring Fit Adventure" und haben vor, noch lange damit zu trainieren. Gleichzeitig sind wir aber auch gespannt, was Nintendo mit dem Ring-Con in Zukunft noch anstellen wird. Vielleicht ein Fitness-Game, das sich um Nintendo-Figuren dreht? Oder eine gänzlich neue Idee? Wir sind auf jeden Fall zuversichtlich, dass wir noch nicht alles gesehen haben, was Nintendo in Sachen Fitness vorhat.

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