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Metal Gear Rising: Revengeance

Gespielt: Raiden ist der neue Grey Fox

Vorschau Benjamin Kratsch

Raiden bringt die Luft zum Knistern, seine Feinde zum Winseln. Sieht ein Kopf mit welcher Kraft und Eleganz er sein Elektro-Schwert aus der Scheide zieht, springt er alleine vom Torso. Raiden hat sich über die Jahre vom tuntigen Blondschopf zum saucoolen Cyborg-Ninja gewandelt. Zu einem ehrfürchtigen Krieger, schneller als das Licht und gefährlicher als ein Klingentornado. Wir haben Hideo Kojimas neuestes Werk ausführlich gespielt, Melonen zerteilt, Gegner gepfählt und Knochen gebrochen - und wollten gar nicht mehr aufhören.

(von Mirco Ruppelt / Benjamin K.)

Okay, es ist noch kein grosser Schnetzelmeister vom Himmel gefallen und selbst GAMES.CHh-Autoren müssen erstmal das Tutorial hinter sich bringen: Zwischen Pappkartons, Holzregalen und abgestellten PKWs machen wir uns mit der grundlegenden Steuerung vertraut. Zuerst lernen wir den Einsatz des Blademode: Per Druck auf die rechte Schultertaste verlangsamt sich kurz das Geschehen. Während der Zeitlupe können wir mit den beiden Analogsticks schnippeln, die intuitive Bedienung erlaubt chirurgisch präzise Schnitte sodass wir spielend leicht die aufgestellten Holzattrappen zerhacken. Wirklich jeder Gegenstand soll sich physikalisch korrekt kaputtsäbeln lassen. Das wollen wir natürlich gleich ausprobieren, durchtrennen Melonen, Laternen, Bäume und Betonsäulen. Sogar der Polizeiwagen da vorne sieht als wäre er durch eine Brotmaschine gefahren - beeindruckend.Screenshot

Wenig Stealth, mehr Geschwindigkeit

Wir lassen den Übungsplatz hinter uns und begeben uns in Feindterritorium. Vor uns schlendert eine Wache, die das Privileg eines kurzen Todes geniesst: Zack, Messer in die Halsschlagader, der Typ ist Geschichte. Bei mehreren Feinden sind derartige Stealth-Kills jedoch ineffektiv, weil wir sofort auffliegen würden. Blauäugig wie wir sind, bleibt unsere Tarnung nicht lange aufrecht. Markante Ausrufezeichen und ein unverkennbares Geräusch signalisieren uns wie in "Metal Gear Solid: Ground Zeroes" das wir entdeckt wurden.
Screenshot
Drei Soldaten stürmen auf uns zu, ein weiterer eröffnet aus der Distanz das Feuer. Weil wir den Blademode zwischendurch immer wieder aufladen müssen, verzichten wir auf die Zeitlupe und schnetzeln uns mit den gewohnten Aktionstasten durchs Feindfleisch. Es folgt ein rasantes Stakkato aus Klingenhieben, der Gegner wird mit einem Kinnhaken nach oben geschleudert und dort in feinster Hack-&-Slay-Manier weiterbearbeitet. Derweil wechselt Raiden manchmal automatisch in den Blademode, sodass sich die leblosen Feinde noch in der Luft in Scheibchen schneiden lassen.  Hier ein Schwerthieb, dort ein tänzelnder Konter - am Ende reissen wir den leblosen Hüllen ihre Wirbelsäule aus dem Rumpf. Nichts für schwache Gemüter.

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