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Need for Speed: World

Bleifuss online

Test Alain Jollat getestet auf PC

Nicht erst seit Facebook spriessen die Free-to-play-Titel wie Pilze aus dem Boden. Doch bis anhin waren es vornehmlich die klassischen Rollenspiele, welche sich durch Micropayment zu finanzieren versuchen. EA wagt nun den Schritt nun mit der Marke "Need for Speed" und mischt die Rasereien auf dem Asphalt mit MMO-tauglichen Spielelementen auf.

Mit «Need for Speed World» kehren die Spieler zurück zum Need-for-Speed-Gameplay, wie es sich mit den Titeln «Most Wanted» und «Carbon» gezeigt hat. Als potentieller Strassenrowdy mit Ambitionen, die Nummer Eins der Street Racer zu werden, kauft ihr euch eure erste Karre. Nichts Spektakuläres natürlich, aber man soll sich ja von ganz unten nach oben arbeiten. Dass ihr dabei auch das eine oder andere Mal mit den Hütern des Gesetzes in Kontakt kommt, dürfte sich wohl auch von selbst verstehen.
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Mit Spieler oder ohne**

Von Beginn weg dürft ihr mit eurem Auto die Umgebung erkunden. Wer sich dabei schon daneben benimmt und Eigentum der Öffentlichkeit über den Haufen fährt, der wird sich über kurz oder lang mit den oben genannten Spielverderbern konfrontiert sehen und den Polizisten entfliehen müssen. Dabei helfen euch die berüchtigten Verfolgungsstopper, also Gebäudeteile, Gerüste, Statuen und ähnliches, welche am Strassenrand stehen und mit roten Pfeilen markiert sind. Stürzen solche auf die Strasse, so ist die Möglichkeit gross, dass eure Verfolger in einem defekten Auto sitzen und euch davon ziehen sehen.

Währen den Verfolgungsjagden habt ihr die Stadt sozusagen für euch alleine. Alle anderen Mitspieler im MMO-Universum werden ausgeblendet. Bei den regulären Erkundungsfahrten ohne Gesetzeshüter am Heck des Wagens kurven die Mitspieler mit euch über den Asphalt. Allerdings wurde freundlicherweise die Kollisionsabfrage ausgeschaltet, sodass ihr durch eventuelle Kamikazepiloten nicht durch die Gegend geschuppst werdet. Das Ganze wäre sonst vermutlich zu einer Autoscooter-Simulation verkommen. Zusammenstösse mit computergesteuerten Fahrzeugen sind aber weiterhin möglich und werden relativ rasch an die Polizei gemeldet, welche euch dann auf die Fahndungsliste setzt.

Rennevent

Wer vom Herumkurven genug hat und sich in einem Rennen mit den Mitspielern messen möchte, der kann entweder bei einer Stelle, die mit einem über der Strasse schwebendem Symbol markiert ist, halten und das Rennen starten oder via Menü zum nächsten Event springen.

Ihr könnt dann an einem öffentlichen Rennen mitspielen, ein privates Match starten und Freunde einladen oder ganz alleine gegen die KI fahren. Während der Rennen ist die Kollisionsabfrage dann auch wieder bei allen Autos auf der Strecke aktiv, was dann auch zu hemmungslosen Abdrängungsversuchen oder fiesen Rammattacken führt. Der Streckenverlauf ist abgesperrt, alternative Routen können – abgesehen von Abkürzungen – nicht gefahren werden. Zu Beginn stehen euch Sprint- und Rundrennen zur Verfügung, im Verlaufe des Spiels schaltet ihr weitere Rennen frei. Die Verfolgungsrennen werden euch auch später zur Verfügung stehen. Das Ziel? Der Polizei entkommen und dabei möglichst viele "Kollateralschäden" in Form von zerstörten Bushäuschen, Parkautomaten und Mülltonnen verursacht.
Wer den Polizeikarren zu nahe an sich ranlässt oder gar von einem oder mehreren eingekesselt wird, der muss zusehen, wie schnell sich der Verfolgungsbalken am unteren Bildschirmrand füllt. Und ein voller Balken bedeutet «voll am Arsch» für den Fahrer: Die Handschellen klicken und einiges an Kohle wird vom Konto abgezogen.

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