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Arslan: The Warrior of Legend - Test

Dynasty Warriors im Anime-Look

Test Joel Kogler getestet auf PlayStation 4

Aus dem Hause Koei Techmo kommt abermals ein Ableger der „Warriors“-Reihe. Dieses Mal basiert das Spiel auf dem Anime „The Heroic Legend of Arslan“ der Zeichnerin vom berühmteren Full Metal Alchemist. In den Stiefeln des Titelhelden Arslan.

Anime-Epos mit gelegentlichem Spiel

Screenshot

Wir spielen die Story des Anime nach, hierbei geht es um den jungen König Arslan, der von seinen Vertrauten hintergangen wird und sich dann eine Armee zusammenführen muss, um seinen rechtmässigen Thron zurückzuerobern. Natürlich hat er dabei Hilfe von allerlei Freunden, die ihn unterstützen. Die Story im Spiel wird über eine Mischung aus animierten und nicht-animierten Zwischensequenzen mit japanischem Dialog und englischen Untertiteln. Davon gibt es im Vergleich zu anderen „Warriors“-Titeln sogar reichlich, allerdings ist der Einstieg in die Handlung ohne Vorwissen des Animes sehr schwer, denn auch wenn die Geschichte von vorne erzählt wird, werden Neueinsteiger mit dutzenden Namen und Orten beworfen noch bevor der erste Schlacht beginnt. Diese gehen rund 10 bis 20 Minuten, die Zwischensequenzen gehen aber nicht selten an die 30 Minuten. Wer also nur auf das serien-typische Massengemetzel wert legt, muss sich auf langes überspringen der ausufernden Story einstellen.

In die Schlacht!

Immer wieder kommt es in der Story zu Auseinandersetzungen zwischen den Truppen Arslans und derer der Thronbesetzer, hier steuern wir als Spieler einen von der Mission vorgegebenen Helden, der an bestimmten Punkten im Spiel auch wechselt, so kommen wir in den Genuss mit allerlei Waffen und Kampfstilen zu experimentieren, was sich auch sehr flüssig und leicht zugänglich spielt. Gegen die unendliche Flut an Fussvolk setzen wir leichte und starke Attacken ein, sowie hin und wieder eine mächtige Spezialattacke, die gleich mehrere hundert Treffer verteilen kann. Die Charaktere sind dabei herrlich skurril, so kämpfen wir mit Schwert und Lanze aber auch mit Pinsel und Laute. Jeder Charakter kann dazu ein Pferd rufen, mit dem er schneller zu wichtigen Punkten auf dem Schlachtfeld kommt. Im Vergleich zum letzten Ableger „Hyrule Warriors“ ist das eine grosse Verbesserung, gerade da man für den begehrten S-Rang in der Mission oft ein sehr enges Zeitlimit hat.

Je öfter wir mit einer Figur spielen, umso mehr Erfahrung sammeln wir, das schaltet neue Elementarwaffen frei und gibt uns die Möglichkeit unsere Charaktere noch weiter zu verbessern. Denn für abgeschlossene Missionen und von Gegnern erhalten wir Karten, die zusätzliche Boni für unseren Helden bieten wie mehr Schaden oder höhere Chance auf Beute. Da mit höherem Level mehr Karten ausgerüstet werden können, repräsentiert dies auch das Leveling-System. Dies mag nicht ganz so tiefgreifend wie bei anderen Vertretern der Spielreihe sein, ist dafür aber für Gelegenheitsspieler wesentlich einfacher verständlich als die aufwändigen Verbesserungen in beispielsweise „Hyrule Warriors“.

Daneben ist es auch noch möglich die Story-Schlachten mit anderen Figuren zu spielen, dieser freie Modus ist vorallem geeignet, um Geld und Karten zu sammeln und die Missionsziele alle bestmöglich zu erfüllen. Dies ist zudem auch im Multiplayer möglich. Online ist es zwar schwer Mitspieler zu finden, da es sich hier um ein Nischenspiel handelt. Zum Glück bietet das Spiel auch einen lokalen Splitscreen für 2 Spieler, vorausgesetzt man findet einen Spielpartner, der ebenfalls Dynasty Warriors mag.

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