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Blade Shadow - Special

High-End PC in der Cloud

Artikel Video Ulrich Wimmeroth

Mieten statt kaufen: Das französische Unternehmen Blade bietet einen leistungsfähigen Gaming-PC in der Cloud, der euch den Kauf oder die unter Umständen teure Aufrüstung eigener Hardware erspart. Ganz billig ist der Streaming-Service nicht, wartet aber mit einer Reihe spannender Features, wie der Community-Plattform „Hive“ und der optionalen Streaming-Box „Ghost“, auf.

Geforce Now von Nvidia, PS Now oder Angebote für unbegrenzten Download bei Xbox Game Pass oder EA Access bieten die Möglichkeit per Abo auf eine beschränkte Auswahl an Spielinhalten zuzugreifen. Das französische Startup Blade geht einen eigenen Weg und verzichtet vorerst auf ein Angebot an Spielen, stellt stattdessen dem Abonnenten einen virtuellen High-End Rechner mit Windows 10-Betriebssystem gegen eine monatliche Mietgebühr zur Verfügung. Die technischen Daten können sich sehen lassen und der Dienst ist bereits in Frankreich, USA, Grossbritannien, Deutschland, Belgien, Luxemburg und der Schweiz flächendeckend verfügbar. Anfang 2019 sollen auch Nord- und Mittelamerika, Kanada sowie der Rest Europas Shadow-Support mit eigenen Servern bekommen und Services, wie eine optionale Streaming-Box und die Community-Plattform „Hive“, für zusätzlichen Anreiz sorgen.

4K Gaming auch auf Uralt-PCs

Screenshot

Das Geschäftsmodell des französischen Unternehmens Blade scheint schlüssig: Anstatt immer wieder einen neuen Rechner zu kaufen oder die altersschwache Hardware mit teuren Komponenten aufzurüsten, mietet sich der Shadow-Abonnent einfach einen virtuellen High-End PC. In der Praxis bedeutet das konkret, dass ihr über die Leistung eines Computers mit Windows 10 Home 64 bit, Intel Xenon-Prozessor, 12 GB RAM, zwischen 256 GB und 1 TB Festplattenspeicher und einer Server-Grafikkarte, die mindestens der Leistungsfähigkeit einer lokalen GTX 1080 mit 16 GB RAM entspricht, verfügen könnt. Genügend Rechenkraft, um flüssiges 4K-Gaming zu erlauben. Während die Hardware und das Betriebssystem von Blade auf dem neuesten Stand gehalten wird, sorgt ihr für die Installation der Spiele und Anwendungen, die ihr nutzen wollt. Neben dem Zocken kann der virtuelle Rechner problemlos auch für die Arbeit mit Office-Programmen und Bildbearbeitung oder zum Musik- oder Film-Streaming genutzt werden. Prinzipiell ist alles erlaubt, lediglich das ausufernde Mining von Kryptowährungen, wie beispielsweise Bitcoin, lässt beim Anbieter die Alramglocken läuten und führt zu einem Ausschluss wegen Missbrauchs. Aber ehrlich gesagt, Mining lohnt sich zur Zeit eh nicht mehr. Die Anwendung ist narrensicher: Mittels der Shadow-App erfolgt der Zugriff auf den Miet-Rechner über ein nahezu beliebiges Endgerät. Ob auf einem Uralt-Notebook, iPad. Mac Book, Android-Tablet, internetfähigem TV oder auch Smartphone, eine stabile Internetverbindung vorausgesetzt, lässt sich jedes Spiel in bester Qualität und höchster Auflösung zocken. Dank optimierter Kodierungsalgorithmen wird der Videostream aus der Cloud in UHD mit bis zu 60 fps, in geringerer Full HD Auflösung mit bis zu 144 fps, übertragen. Und das schon bei einer Internetverbindung mit moderaten 15 Mbit/s.

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