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Razer Raion Fightpad - Hardware-Test

Prügelspass ohne Joysticks

Hardware: Test Video Franziska Behner

Ihr zockt leidenschaftlich gern Prügelspiele und seid so sehr an den Joystick gewöhnt, dass euch normale Controller langweilen? Dann könnte das Raion Fightpad etwas für euch sein. Razer versucht damit eine essenzielle Lücke für viele Fighting-Spieler zu schliessen. Wir haben uns das gute Stück etwas genauer angesehen.

Alle wichtigen Informationen zum Razer Raion Fightpad für PS4 kurz zusammengefasst

  • Primär für Fighting-Games
  • Mecha-Tactile-8-Wege-Steuerkreuz/D-Pad
  • Keine Joysticks
  • Zwei zusätzliche Aktionstasten (R1/R2)
  • Mit Sperrtaste für Turniere
  • Razer-Yellow-Switches
  • Kabelgebunden
  • Gewicht: 275 Gramm
  • Kabellänge: 3 Meter

Mehr Tasten für das Joystick-Gefühl

Das kleine Schwarze aus dem Hause Razer richtet sich an die Fighting-Game-Community und möchte vor allem die Spieler von "Street Fighter", "Tekken" und Co glücklich machen. Der Razer Raion stellt ein Fightpad dar, mit dem ihr eure Gegner pulverisieren werdet. Optisch stechen vor allem die zwei extra Aktionstasten ins Auge. Neben den für einen PS4-Controller üblichen Buttons Kreis, Viereck, Kreuz und Dreieck verfügt der Raion über Knöpfe für R1 und R2. Und das, obwohl es die typischen Schultertasten ebenfalls gibt. Das liegt daran, dass sich Razer an den traditionellen Fightpads orientiert und damit auch den sogenannten Klauengriff möglich macht. Beim Zocken stellt die Anordnung der Buttons eine kleine Umgewöhnung dar, wenn man hauptsächlich mit dem DualShock 4 oder vergleichbaren Controllern spielt.

Obwohl die Aktionstasten ein wenig grösser als beim Original ausfallen, sind die farblichen Bezeichnungen kleiner. Offiziell heisst es, dass die zusätzliche Grösse für mehr Treffsicherheit sorge. Bei unserem Test haben wir keinen Unterschied gespürt - wer allerdings besonders grosse oder kräftige Finger hat, wird hier gegebenenfalls Vorteile herausziehen. Habt ihr von Zeit zu Zeit das Problem, dass ihr versehentlich auf eine andere Taste kommt, ist das eure Chance, etwas Neues zu versuchen.

Screenshot

Besonders auffällig ist die Leichtigkeit, mit der sich die einzelnen Tasten betätigen lassen. Das liegt an den Razer-Yellow-Switches, die für noch schnellere Eingaben sorgen sollen und mit 80 Millionen Anschlägen äusserst langlebig sind. Wer viel mit der PlayStation spielt, wird einen deutlichen Unterschied im Handling spüren. Wir hatten beim Spielen vor allem die ersten Minuten das Gefühl, manchmal gar keine oder keine richtige Eingabe gemacht zu haben. Das ist wahrscheinlich reine Gewohnheitssache, denn der Controller von Sony gibt leichten Widerstand beim Drücken einer Taste, woran sich die PlayStation-Finger einfach gewöhnt haben.

Screenshot

An der Oberseite des Controllers findet ihr die typischen Schaltflächen für R1, R2, L1 und L2. Razer hat sich Mühe gegeben, auf die Bedürfnisse der Spieler einzugehen: Benötigt man wirklich L2/R2 als Wippe in einem Prügelspiel? Offensichtlich musste das Produktteam diesen Gedanken verneinen, sodass man sich dazu entschloss, diese Wippen durch einfache Taster zu ersetzen. Meistens müssen diese Buttons in Fighting-Games nur kurz gedrückt oder dauerhaft etwa für das Aufladen einer Attacke gehalten werden - eine Justierung durch starken oder leichten Druck ist hingegen (nahezu) nie nötig. Entsprechend richtig war die Entscheidung von Razer, den Controller hier zu optimieren.

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