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Crackdown 2

Enttäuschende Action ohne Herz und Seele

Test Guest getestet auf Xbox 360

Während die Preview noch durchaus den Anschein machte, dass "Crackdown 2" das Zeug zum Actionhit hat, folgt mit der spielbaren Vollversion die Ernüchterung. Wieso das Comic-Gerangel nicht mal dem ersten Teil das Wasser reichen kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Obwohl wir Pacific City im ersten Teil aus den Machenschaften der vorherrschenden Gangs befreit haben, steht die Stadt nun in Teil 2 am Abgrund. Nicht nur dass die Terrorgruppe The Cell auf dem Vormarsch ist, zu allem Überfluss wird der Moloch jetzt auch noch von tausenden Mutanten überrannt. Woher diese kommen und was es mit dem Mutantenvirus auf sich hat, erfährt man nach und nach anhand von herumliegenden Audio-Files. Nur so viel vorweg, unser Arbeitgeber, die Agency, scheint da auch ihre Finger mit im Spiel zu haben.

Zum Kämpfen geboren

Auch im zweiten Teil des Open-World-Titels schlüpfen wir wieder in den bunten Kampfanzug eines hochgezüchteten Superklons, diesmal der zweiten Generation, wie uns der allgegenwärtige Sprecher mitteilt. Neben Hinweisen zu den Missionen wird der gute Mann auch nicht müde wirklich jede Action, die wir tätigen zu kommentieren. Wie auch immer, wer den ersten Teil gespielt hat, der wird sich sofort wieder zurechtfinden. Unser namenloser Held darf nach wie vor auf Nahkampfattacken und Schusswaffen zurückgreifen, um seine Gegner ins digitale Nirvana zu schicken.

Zu Beginn bäckt man aber noch vergleichsweise kleine Brötchen, so richtig zu Hochform läuft das Spiel nämlich erst auf, wenn man die Attribute für den Umgang mit Schusswaffen, der Stärke, dem fahrerischen Können und er Flinkheit aufgepowert hat. Je nachdem ob man Gegner im Nahkampf erledigt oder lieber bleihaltige Argumente sprechen lässt erhält man verschiedene Fertigkeitspunkte. Die Füllen nach und nach ein Leiste, bis man einen Level aufsteigt. So kann man später schneller Gegner anvisieren oder der Mutantenbrut bei Bedarf einen LKW auf den Kopf werfen. Auch der Explosionsradius von Handgranaten und Raktenwerfern wird nach und nach grösser. So kommt es schon mal vor, dass man im späteren Verlauf auch häufig Kollegen von den sogenannten Peacekeepern (Polizisten) erwischt, wenn man eine Granate in eine wütende Menge von Gegner wirft.

Höha, weita, schnella

Etwas anders verhält es sich mit den Attributen für Flinkheit und das fahrerische Können. In der ganzen Stadt sind an den unmöglichsten Orten Orbs verteilt, die eingesammelt werden möchten. Ausserdem darf man Checkpoint-Rennen absolvieren, mit denen man sich ebenfalls einen ordentlichen Bonus an Attributen verdienen kann. Neu sind Orbs, die vor einem flüchten sobald man ihnen näher kommt. Die kleinen Biester sind verdammt flink und haben mich einiges an Geschicklichkeit und Nerven gekostet, bis ich sie erwischen konnte. Die Jagd nach dem Orbs ist sehr motivierend und macht beinah süchtig. Zudem kommt das Spiel erst so richtig in Fahrt, wenn man seinen Helden einigermassen aufgepowert hat. Bei den extrem weiten und hohen Sprüngen über den Dächer von Pacific City gerät man in einen regelrechten Rausch.

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