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Battlefield 4

Schweiz-exklusiver Mega-Test: Mitreissend und wunderschön

Test Benjamin Kratsch getestet auf PlayStation 4

Fazit:

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„Battlefield 4“ leistet sich in der Kampagne unnötige dramaturgische Schwächen. Immer wieder sind brillante Momente da, aus denen DICE sehr viel mehr hätte machen können, emotional aber nur an der Oberfläche kratzt. Sei es drum, bei „BF4“ wird vermutlich kaum jemand einen Psychothriller, ja fast schon eine Charakterstudie im Stil von „GTA 5“ erwarten. Doch die Protagonisten sind wirklich stark geschrieben, du fühlst mit ihnen mit, willst Irish helfen fünf Techniker aus den eiskalten Fluten zu retten, die die USS Titan gleich zum sinken bringen werden. Spielerisch wird auch sehr viel geboten, es sind alle Standards wie Scharfschützenmissionen und fette Panzerschlachten dabei, aber auch einige nette Ausreisser. Schön das DICE seiner Kundschaft zutraut Probleme auch mal selbst zu lösen. Um beispielsweise in einer Parkanlage drei chinesischen Kampfpanzern zu entkommen, ist schon etwas kreativer Grips gefragt. Die K.I. ist okay – kein Vergleich zu Referenzen wie „Crysis 3“, macht aber insgesamt einen soliden Job. Der Soundtrack ist stark und die Explosionen und sehr authentisch wirkenden Schussgeräusche peitschen herrlich durch die 7.1.-Boxen. 

Mit sieben Stunden ist die Länge der Kampagne durchaus angemessen, drei verschiedene Enden und überall in den Leveln verteilte Waffenboxen sorgen zudem für Widerspielwert (ihr könnt ja mal versuchen ein Level nur mit Scharfschützengewehr durchzuziehen, sehr spassig!).

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Und dann wartet ja auch noch der Multiplayer, für viele das Herzstück von „Battlefield 4“. Die Frage war hier: Kann man „Battlefield 3“ toppen? Yep, man kann. Vor allem PS4- und Xbox-One-Spieler profitieren extrem von den gigantischen 64-Spieler-Karten. Vor allem auch, weil die wirklich mit einem tollen Auge für Desing und Balance geschaffen wurden. Es ist unfassbar wie viele kleine Features sich in jeder Karte finden  lassen. Seien es Glasböden, auf denen sich gerne Scharfschützen breit machen und herrlich von unten zerbröseln lassen. Oder Metalldetektoren, die losschrillen wenn ein Soldat durchrennt und dich so vor dem Feind warnen können. Oder Fernseher, die via Bewegungsmelder aktiviert werden. Oder Gefängnistore auf Operation Locker, die sich via Knopfdruck schliessen lassen. Auch technisch ist das hier eine Wucht, auch wenn es ein bisschen enttäuschend ist, das der Unterschied zwischen PC und Next-Gen dann doch noch so gewaltig ist. 


Gute Nachrichten gibt's übrigens von Executive Producer Patrick Bach für alle Zerstörungsfreunde: "In Battlefield 5 wird deutlich mehr zerstörbar sein als noch in Battlefield 4". Hoffentlich dann auch in nativem 1080p auf Xbox One und Playstation 4.  

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