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Dark Echo - Test

Im Dunkeln ist gut munkeln… Und sterben.

Test Beat Küttel getestet auf iPhone

Minimalismus. Für manche Gamer fast schon ein Schimpfwort, hatten minimalistische Grafiken und Design schon immer einen Platz in unserem Hobby. Einst aus technischer Notwendigkeit, heute oft um ein Statement zu setzen. Bei “Dark Echo” für iPhone und iPad hingegen steht Minimalismus im Zentrum des gesamten Spielkonzepts. Abgesehen von euren Fussspuren, Schallwellen und einigen Farbhinweisen gibt es in diesem gruseligen iOS-Titel nähmlich kaum etwas zu sehen. Weshalb das gut ist so, warum ihr unbedingt mit Kopfhörern spielen solltet und aus welchem Grund auch ein bereitstehender Entspannungstee ganz ratsam ist erfahrt ihr in unserem Review.

Manche Konzepte funktionieren nur auf der richtigen Plattform. Zwar gibt es auch auf dem PC und auf Heimkonsolen düstere und gruselige Spiele. Aber “Dark Echo”, bei welchem ihr kaum etwas seht und gleichzeitig doch die Gefahr erkennen und umgehen müsst, ist am Besten für ein touchbasiertes Gerät geeignet. So habt ihr trotz mangelnder Sicht eine direkte Verbindung zur Spielwelt, ausserdem merkt ihr mit den Fingern auf dem Touchscreen des iPhones oder iPads richtig, wie nervös ihr seid, wenn ihr versucht, dem immer näherkommenden Bösen in der Dunkelheit auszuweichen. Doch wie ist das Spiel überhaupt aufgebaut?

Alone in the Dark

Screenshot

Wie ihr den Screenshots entnehmen könnt, blickt ihr jeweils von oben auf einen dunklen Raum. Eure Fussspuren könnt ihr dabei jederzeit sehen, alles andere aber nur, wenn ihr eine gewisse Menge an Lärm von euch gebt. Haltet ihr euren Daumen auf den Touchscreen, lauft ihr in normaler Geschwindigkeit in die entsprechende Richtung. Dabei werden auf dem Bildschirm die Schrittgeräusche die ihr macht als Schallwellen dargestellt. Diese bewegen sich solange in eine Richtung fort, bis sie auf eine Wand oder ein sonstiges Hindernis treffen und dann von dort abgelenkt werden. Dadurch erhaltet ihr kurzzeitig einen Überblick darüber, wo ihr hinlaufen könnt und wo sich zum Beispiel Sackgassen befinden, die sicherlich nicht zum angestrebten Levelausgang führen. Ihr könnt auch stehenbleiben und durch etwas längeres Drücken des Touchscreens auf eure momentane Position auf den Boden aufstampfen. Dieses noch lautere Geräusch sendet natürlich die Schallwellen noch deutlich weiter aus, so dass ihr dadurch auch in verwinkelten Levels etwas mehr an Übersicht gewinnt.

Doch jetzt kommt das Problem: Geräusche machen gefährliche Kreaturen auf euch aufmerksam, sobald eure Schallwellen sie erreichen. Zwar seht ihr nie wirkliche Kreaturen, aber sobald die Schallwellen an einer Stelle rot eingefärbt sind, wisst ihr, dass sie auf ein Monster gestossen sind. Dieses bewegt sich nun in die Richtung des Geräusches und wehe, es holt euch ein! Zwar kriegt ihr ganz dem Stil von “Dark Echo” entsprechend auch hier keine gewaltsamen Todesszenen zu sehen, aber die Geräuschkulisse lässt keinen Zweifel offen, dass es ihr gerade in Stücke gerissen werdet. Was tun also, um ein vorzeitiges Ende zu verhindern? Einerseits könnt ihr in vielen Fällen euren Verfolgern einfach davon laufen, da sie nicht schneller sind als ihr. Allerdings müsst ihr dann auch wirklich wissen, wohin ihr lauft, denn landet ihr in einer Sackgasse war’s das für euch. Oftmals erfolgsversprechender ist da schon der Ansatz, es mit schleichen zu probieren. Indem ihr nämlich die Richtung, in die ihr gehen wollt nur immer ganz leicht antippt, bewegt sich unser von Dunkelheit umhüllter Protagonist auf ganz leisen Sohlen, allerdings auch sehr langsam. Natürlich lässt sich das unter anderem auch ausnutzen, um zuerst eine Kreatur durch laute Geräusche anzulocken, damit sie etwa einen engen Durchgang verlässt, und ganz leise aus dem Weg und schliesslich durch den engen Durchgang zu schleichen.

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