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Die GAMES.CH Kolumne #04-2018 - Was wir aus der „Kingdom Come: Deliverance”-Debatte mitnehmen können

Eine realistische und einfangende Mittelaltererfahrung will „Kingdom Come: Deliverance“ liefern. Für Debattenstoff sorgten aber vor allem die Aussagen eines Entwicklers. Mittlerweile ist das Rollenspiel erschienen und die Diskussion wieder abgekühlt. Also ziehen wir mal ein kurzes Fazit.

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Sorry, aber die Kolumne kommt für mich schon arg preachy rüber. Bei einem Spiel, das ein mehr oder weniger historisches Setting nutzt, kommen vor allem zwei Probleme zum ziehen:

Das erste ist zeigen=befürworten. Sobald man etwas zeigt, heisst das automatisch, dass man ein glühender Verfechter davon ist. Die Möglichkeit, in Assassin's Creed 4 verschiedene Meereslebewesen zu jagen, war ein klares Zeichen, dass Ubisoft den Walfang propagiert.

Das zweite Problem ist, dass die Vergangenheit leider Gottes nicht politisch korrekt war. Heutzutage ist es zunehmend so, dass die Vergangenheit blütenweiss gewaschen werden muss, damit sie unseren heutigen Moralvorstellungen entspricht. Wenn sich dann aber jemand dazu versteigt, die Vergangenheit (zumindest in Teilen) korrekt darzustellen, sieht er sich sofort massiven Anschuldigungen gegenüber, wie eben Ubisoft mit Assassin's Creed 4.

Dadurch verbaut man den Videospielen eine riesige Chance, da sie ganz andere Möglichkeiten haben, historische Szenarien aufzuarbeiten, als Filme und Bücher. In Mafia 3 wird nicht irgendeine Figur als Ni... beschimpft, sondern der Spieler selbst; als ich in Bioshock: Infinite von einem schwarzen WC-Portier gebeten wurde "doch bitte die Toilette für Weisse zu benutzen", lief es mir kalt den Rücken runter; sowas geht in anderen Medien einfach nicht. Da aber sofort und ohne zu überlegen geurteilt wird, werden viele Entwickler den Teufel tun, sich an solchen Themen die Finger zu verbrennen.

Die um sich greifende politische Korrektheit führt nicht zu einer besseren Welt, sondern sie ebnet den Weg, damit wir die Fehler der Vergangenheit wiederholen können. Wenn jemand gegen die Regeln der Political Correctness verstösst, ist er oder sie sofort Freiwild, mit dem man machen kann, was man will, vorzugsweise in der Anonymität des Internets. Die Schimpftiraden würde man bei anderen selbstverständlich aufs Schärfste verurteilen, da man sie aber im Namen der guten Sache bringt, sind sie absolut in Ordnung; moralische Überlegenheit und so...

16. Mär 2018 / 11:47 Loris 77

Der Autor hat meiner Meinung nach keine Ahnung und 0 recherchiert, sondern war nur darauf aus ein populistischen Artikel zu schreiben....so etwas ist sehr traurig! Selbst wenn Vavra eine rechte Tendenz hat, so hat dies nichts damit zu tun, dass im Mittelalter in Böhmen so gut wie keine dunkelhäutigen Menschen unterwegs waren....und das können Hisroriker und nicht Archäologen belegen.

16. Mär 2018 / 10:52 Christian [Gast 52]