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Raytracing: Umwerfende Grafik - Special

Was ist eigentlich Raytracing?

Artikel Video Sponsored Content Michael

Seit einigen Monaten ist das Wort Raytracing allgegenwärtig, wenn es um tolle Grafik und die Zukunft der Videospiele geht. Aber was bedeutet Raytracing eigentlich – und ist diese Technologie wirklich so neu und revolutionär? Wir schauen für euch in die Vergangenheit und Zukunft.

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Was soll da eigentlich noch kommen? Viele Games sehen heute schon fantastisch aus. Vor allem bei der Erschaffung von digitalen Umgebungen und Lebewesen haben Videospielentwickler in den letzten Jahren nahezu Unglaubliches erreicht. Sie kratzen kontinuierlich an der Grenze zum Fotorealismus. Nicht zuletzt Rennsimulationen wie „Project Cars 2“ sind in einigen Momenten nicht mehr von Liveübertragungen zu unterscheiden. Figuren wie Senua aus „Hellblade“ scheinen regelrecht lebendig. Andere Games wie „Battlefield V“, „Anthem“ und „Star Citizen“ treiben Grafik-Engines, teuer ausgebaute Gaming-Rechner an ihre Grenzen und zeichnen pulsierende Hyperrealitäten auf den Schirm. Und natürlich sind da noch noch engagierte Modder, die selbst Hand an den Code von Videospielen anlegen, an Licht-, Schatteneinstellungen und Texturen drehen, um „Grand Theft Auto 5“ oder „Star Wars: Battlefront“ eine kinoreife Optik zu verpassen.

Doch für die Umsetzung all dessen müssen die Entwickler trotz aller qualitativen Sprünge und stetig mehr Rechenpower, die in PCs und Konsolen schlummern, immer noch auf Tricksereien und Illusionen zurückgreifen. Nicht zuletzt was eben Licht- und Schattenspiele angeht, hat das, was wir in Videospielen sehen, so gut und aussergewöhnlich es ausschauen mag, wenig mit der physikalischen Realität zu schaffen. Daher schauen sogar umwerfend gezeichnete Szenerien dennoch immer etwas „falsch“ aus und lassen uns zweifeln, ob das „wirklich echt“ sein kann. Seit dem ersten „Quake“ stülpen Entwickler virtuelle Ebenen mit fest eingebrannten Hell- und Dunkelbereichen, die sogenannten Light Maps, über die Level-Geometrie. Dynamische Lichter sind meist nicht mehr als transparente Farbbälle und Farblanzen. Spiegellungen und Reflexionen werden, ganz einfach gesprochen, mit einem digitalen Foto der Umgebung vorgetäuscht, das auf Wasser-, Glas- und Metallflächen projiziert wird. Aber nun soll eine Technologie diese cleveren Taschenspielertricks überflüssig und Videospiele optisch realistischer machen.

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