Splinter Cell 6: Retribution

50, graubärtig, kampferfahren sucht...

Vorschau Benjamin Kratsch

Er ist der Schatten, der die Nacht durchflattert. Der leise Tod, der grosse Patriot, der liebende Vater. Doch irgendwas fehlte in "Splinter Cell: Conviction", jenem Action-Thriller aus dem Jahr 2010. Ubisoft Montreal tritt ab, Ubisoft Toronto übernimmt und mit ihr die Frau, die "Assassin`s Creed" zum grössten Ubi-Franchise aller Zeiten gemacht hat: Jade Raymond. "Splinter Cell: Black List", die erste Vorschau.

"Splinter Cell: Black List" kommt, wir blicken zurück: Nur noch fünf Stunden. Fünf Stunden bleiben, um Washington DC vor einem Terroranschlag zu retten. Eine EMP-Bombe wird detonieren. Computersysteme werden zerstört, Autos crashen, Flugzeuge vom Himmel stürzen. Die Bodyguards der Präsidentin von Kugeln durchlöchert, die mächtigste Frau der Welt im Oval Office gefangen genommen. All das sollte passieren, wenn nicht ein Mann es verhindert: Sam Fisher. Es war schon ein bisschen grotesk: Er soll eine Regierung retten, die ihn erbittert jagt. Er soll den Menschen das Leben schenken, die ihm alles genommen haben. Seine Würde, als er in Double Agent seinen besten Freund erschiessen musste. Seine Familie, sein Leben.

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Alter Sack sucht Adrenalinkick

Dreckigem Söldnerpack den Hintern versohlen, Terroristen mit Blei vollpumpen, die Welt retten und dabei verdammt cool aussehen? Echte Actionhelden können das eben. Silvester Stallone? Alter Sack! Arny Schwarzenegger? Alter Sack? Bruce Willis? Alter Sack. Trotzdem geben sie nochmal Gas und Willis schiesst in "Stirb Langsam 4.0" mal eben mit einem Polizeiauto einen Heli ab. Und wird auch in "Stirb Langsam 5.0" sicher wieder voll auf den Putz hauen. McClane und Fisher haben vieles gemeinsam: Sie kämpfen nicht mehr, weil es ihnen irgendein Sesselfurzer befiehlt. Irgend so ein hohes Tier von der CIA, FBI oder LAPD, die in ihrem Leben noch keine Kugel kassiert haben. Sondern aus privaten Gründen. Beide wollen ihre Tochter retten. Darum geht es, Vorschriften interessieren nicht und auf Unterstützung pfeifen sie. Genau deshalb wirkt "Splinter Cell: Conviction" über weite Strecken sehr authentisch: Das ist eben kein Superagent mehr, der von seiner Agency Satellitenbilder und Position von Feinden vorgesagt bekommt. Das ist ein Familienvater, der mit einer Waffe umgehen kann. "Conviction" fühlte sich an wie ein guter Thriller: Du fieberst mit, willst Sam helfen seine Tochter zu finden. Aber irgendetwas fehlte dann doch zum perfekten "Splinter Cell"-Erlebnis. Nur was? GAMES.CH auf Spurensuche!

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