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Assassin's Creed Origins - Test

Meister der Pyramiden

Test Video olaf.bleich getestet auf PlayStation 4

Schleichen, kämpfen und Ägypten entdecken: Ubisoft führt die „Assassin's Creed“-Serie zu neuen Ufern. Aber bedeutet das auch, dass „Origins“ spielerisch überzeugt?

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Die „Assassin's Creed“-Serie feierte in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum – und das nach einem eher mittelmässigen Kinofilm und zwei Jahren Pausen. Schliesslich gönnten sich die Kuttenkiller 2016 eine kleine Auszeit, um die vergangenen Abenteuer – allen voran dem durchwachsene „Unity“ - zu verarbeiten. „Assassin's Creed Origins“ bedeutet für Ubisofts Schleicher eine einmalige Chance auf einen Neustart. Nach der Ankündigung des aktuellen Titels war der Hype gross und die vergangenen Anspielrunden deuteten auf die erfolgreiche Wiedergeburt der Assassinen wieder.

Eine tiefere Geschichte

Und welches Szenario würde zu dieser Mammutaufgabe besser passen als das alte Ägypten? In „Assassin's Creed Origins“ spielt Bayek – der Beschützer Ägyptens – die Hauptrolle und kämpft dort gegen Ungerechtigkeit, Tyrannei und Chaos. Namentlich legt er sich in erster Linie mit dem Orden der Ältesten an. Ihm zur Seite steht seine Frau Aya, die im Verlauf der Geschichte auch noch eine besondere Rollen spielen wird.

Selbsverständlich gibt es auch wieder Szenen ausserhalb des Animus. Viel mehr möchten wir nicht verraten, denn mit „Assassin's Creed Origins“ ändert sich auch die Erzählweise. Nicht nur, dass viele Szenen deutlich härter und brutaler daher kommen, vielmehr setzt Ubisoft geschickt auf Schockmomente und präsentiert Bayek als sympathischen und dennoch gebrochenen Charakter.

Die grosse Stärke des neuen „Assassin's Creed“ liegt zweifellos in den Nebenaufgaben. Diese besitzen weitaus mehr Tiefe als in früheren Teilen der Serie und begeistern mit interessanten, kurzen Geschichten, die sowohl Bayek als auch das Szenario ins rechte Licht rücken. In einer Mission etwa begegnet der gute Mann einem alten Herren, der das Totenbuch seiner Frau vermisst. Bayek begibt sich also auf die Suche und stolpert auf diesem Weg über eine Banditenbande. Das Problem: Der Einsatz dauert länger als gedacht und als Bayek zu seinem Auftraggeber zurückkehrt, ist dieser bereits verstorben. Der Assassine erweist ihm also die letzte Ehre und vereint ihn wieder mit seiner toten Ehefrau. Es sind diese kleinen Momente, die „Assassin's Creed Origins“ auszeichnen.

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