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Battlefield V - SinglePlayer - Vorschau / Preview

Auch etwas für Singleplayer?

Vorschau Video olaf.bleich

Mehr als ein Tutorial?

Trotzdem solltet ihr spielerisch keine allzu grossen Experimente erwarten: Die Kriegsgeschichten von „Battlefield V“ orientieren sich weiterhin am Genre-Standard. Ihr kämpft euch also in den weitläufigen Levels von einem grösseren Einsatzgebieten zum nächsten. In Nordlys etwa durchsucht Solveigh gleich mehrere, immer schwerer bewachte Lager. Allerdings fällt auch hier die für „Battlefield“ typische, wuchtige Inszenierung auf. Wenn wir mit dem FLAK-Geschütz feindliche Jäger aus der Luft holen und diese mit lautem Getöse am Boden zerschellen, dann geht uns das Herz auf. Auch die wechselnden Szenarien der verschiedenen Kriegsgeschichten stehen dem Spiel ausgezeichnet zu Gesicht.

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Und natürlich haben die Solo-Episoden auch einen ganz praktischen Sinn: Einsteiger können sich so erst mal im Spiel zurecht finden und sich mit der Steuerung vertraut machen. „Battlefield V“ integriert zu diesem Zweck bestimmte Elemente aus dem Multiplayer auch in die Singleplayer-Einsätze. In „Tirailleur“ etwa müsst ihr gleich mehrfach eine Stellung erobern und danach gegen Wellen von Gegnern halten. Das mag spielerisch nicht sonderlich originell sein, wird aber durch die stimmungsvolle Inszenierung zum Kraftakt.

Fazit

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Die Kriegsgeschichten hinterlassen einen zwiespältigen letzten Eindruck. Auf der einen Seite wirken die Episoden in sich kompakter und durchdachter als noch in „Battlefield 1“. Speziell „Tirailleur“ überzeugte mit seiner bedrückenden Stimmung und „Under No Flag“ mit dem schurkigen Humor. „Nordlys“ ist sicherlich die spielerisch anspruchsvollste Episode, konnte uns aber noch nicht vollends gefangen nehmen. Alle Kapitel und der Prolog punkten mit ihrer erstklassigen Inszenierung und dem im Vergleich zu „Battlefield 1“ insgesamt hochwertigeren Gameplay. Allerdings bleibt auch „Battlefield V“ ein typischer Vertreter seiner Zunft und so wagt DICE nur wenige Experimente. Selbst das Schleichen bleibt optional. In der Hands-On war die Haudrauf-Methode meist schneller und effektiver. Dazu könnte die Länge der Episoden für Singleplayer-Fans zum Problem werden. Der Prolog dauert maximal 15 Minuten und auch Nordlys hatten wir in anderthalb bis zwei Stunden durch. Die Kriegsgeschichten gefallen uns besser als beim Vorgänger, brechen aber vermutlich dennoch nicht die Dominanz des „Battlefield“-Multiplayers.

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