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Blade Shadow - Special

Stream ich oder Stream ich nicht?

Hardware: Test Ulrich Wimmeroth

Das Startup Blade setzt auf Cloud-basiertes Spiele-Streaming als Ersatz für den eigenen High-End Rechner zu Hause. Bieten die Franzosen mit Shadow eine ernstzunehmende Konkurrenz zu ähnlichen Diensten, wie Geforce Now und PS Now? Wir haben uns in Paris mit Emmanuel Freund, einem der Firmengründer, über Lag-freies Zocken, Datenschutz und Ärger mit Bitcoin-Minern unterhalten.

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Was im bei Film und Musik ganz hervorragend funktioniert, in dem Dienste, wie Netflix, Amazon oder Spotify Millionen Kunden bedienen und zu Konzernen mit ordentlich Marktmacht aufgestiegen sind, findet sich bei Games nur ein beschränktes Streaming-Angebot. Geforce Now von Nvidia, PS Now oder Angebote für unbegrenzten Download bei Xbox Game Pass oder EA Access, bieten die Möglichkeit per Abo auf eine beschränkte Auswahl an Spielinhalten zuzugreifen. Allrounder, wie beispielsweise die Games-on-Demand-Plattform OnLive, haben aber schon wieder die Segel gestrichen. Das französische Startup Blade geht einen eigenen Weg und verzichtet - zumindest vorerst - auf ein Angebot an Spielen, stellt stattdessen dem Abonnenten einen virtuellen High-End Rechner für eine monatliche Grundgebührt zur Verfügung.

Mieten statt kaufen

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"Wir haben uns gefragt, was macht denn ein Spieler, wenn er gerne die neuesten Titel in bestmöglicher Qualität zocken will, aber nicht das Geld hat sich einen High-End Rechner zu kaufen? Oder keine Lust hat einen vorhandenen Computer immer wieder mit neuen, und oftmals teuren, Komponenten zu erweitern? Hier bieten wir die Lösung, indem wir einen eigenen Rechner in einem unserer Rechenzentren zur Verfügung stellen.", erklärt uns Emmanuel Freund knapp das Geschäftsmodell von Blade. Der Mitbegründer von Blade, dem Startup mit Sitz in Paris, ist von dem Konzept überzeugt. "Ein wichtiger Vorteil ist es, dass jeder Kunde einen eigenen Rechner mit Windows 10-Betriesbsystem zugeteilt bekommt und nicht die Leistung des Rechenzentrums mit anderen teilt." In der Praxis bedeutet das konkret, dass einem Abonnenten ein Computer mit Xenon-Prozessor, 12 GB RAM, 256 GB Festplattenspeicher und einer Grafikkarte, die mindestens der Leistungsfähigkeit einer GTX 1080 mit 16 GB RAM entspricht, zur Verfügung steht. Ordentlich Rechenkraft, um flüssiges 4K-Gaming zu erlauben, auch wenn uns der Festplattenspeicher unterdimensioniert erscheint. Während die Hardware und das Betriebssystem von Blade auf dem neuesten Stand gehalten wird, sorgt der Nutzer für die Installation der Spiele und Anwendungen. Neben dem Zocken kann der virtuelle Rechner genauso genutzt werden, wie ein Heimgerät. Office-Programme, Bildbearbeitung, Musik- oder Film-Streaming: Welche Software der Nutzer anwenden möchte, bleibt ihm überlassen. Zumindest in den meisten Fällen, dazu aber gleich noch mehr.

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