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Metal Gear Survive - Test

Überlebenstraining mit Online-Zwang

Test Video olaf.bleich getestet auf PlayStation 4

Baut eure Basis in der Zombie-Dimension und findet einen Weg zurück nach Hause: „Metal Gear Survive“ erreicht zwar längst nicht das Niveau früherer „Metal Gear“-Ableger, besitzt aber dennoch einen subtilen Survival-Charme.

Zäune sind praktisch. Im eigenen Vorgarten sehen sie dekorativ aus und halten ungebetene Gäste ab. In „Metal Gear Survive“ werdet ihr Zäune noch viel mehr lieben. Denn gerade in den ersten Spielstunden retten sie euch mehr als ein Mal das virtuelle Leben. In der kargen Paralleldimension Dite bilden Zäune nämlich eure einzige Verteidigung vor anrückenden Kristallzombies, die euch nur allzu gerne in der Luft zerreissen würden.

Aber nochmal von Anfang an: „Metal Gear Survive“ schliesst an die Geschehnisse von „Metal Gear Solid: Ground Zeroes“ an, hat aber ansonsten rein gar nichts mit den grossen Titeln der Serie zu tun. Die Mother Base wird also durch ein Wurmloch gezogen und ihr müsst als wiederbelebter Soldat herausfinden, ob es noch Überlebende gibt und was es mit der Dimension Dite überhaupt auf sich hat.

Einsam in Dite

Das Spiel entlässt euch also nach dem Intro in die Trostlosigkeit. Böse Naturen würden behaupten, der Schauplatz wurde direkt aus dem Afghanistan-Level von „Metal Gear Solid V: Phantom Pain“ recycelt. Jedenfalls erwartet euch in „Metal Gear Survive“ nicht die schönste Spielwelt der Geschichte: Die Umgebung wirkt allzu trist, wirklich bemerkenswerte Orte gibt es bis auf ein paar Oasen und einige etwas grössere Militärgebäude nicht. Auch die Hintergrundgeschichte und ihre Charaktere fallen flach und langweilig aus.

Screenshot

Dite ist ein denkbar menschenfeindlicher Ort und genau deshalb macht „Metal Gear Survive“ seinem Namen auch sehr schnell alle Ehre. Euren Soldaten plagen Hunger und Durst. Entsprechend müsst ihr immer wieder auf die Jagd gehen. Doch gerade anfangs begnügt ihr euch häufig mit Schmutzwasser, was wiederum für Magenprobleme sorgt. Dann übergibt sich eure Spielfigur in regelmässigen Abständen. Dabei kommt ihr nicht nur das Essen wieder hoch, sondern sie ist auch für einige Momente bewegungsunfähig. Das wiederum ist in bedrohlichen Situationen ausgesprochen ungünstig. Diese Problematik ist nur ein Beispiel für die ausgefuchste Survival-Mechanik des Spiels.

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