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Battlefield 4: China Rising

Drachen der Lüfte

Test Benjamin Kratsch getestet auf PlayStation 4

„Battlefield 4: China Rising“ im Mega-Test: Wir sagen euch, was die vier neuen Karten Drachenpass, Seidenstrasse, Guilin Gipfel und Altai können und geben euch vor allem Tipps wie ihr die neuen Bomber strategisch clever einsetzt, welche Flaggenpunkte direkt mit Dirtbike oder Helikopter gesichert werden sollten, wo Nadelöhre lauern und wie ihr die neuen Waffen sowie die explosive Angriffs-Drohne freischaltet. „China Rising“ – Das Review.

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DICE ist ein Studio, das immer volles Risiko geht. „Wenn du es nicht probierst, dann weisst du nicht ob es funktioniert“, hat Creative Director Lars Gustavsson mal bei einem Termin in Stockholm gesagt. Und auch wenn die Schweden gerade mit massiven Netzcode-Problemen in „Battlefield 4“ zu kämpfen haben und sogar Teile des neuen Teams in Los Angeles, die ja eigentlich an „Star Wars: Battlefront“ arbeiten, zur Bugjagd abordern mussten, zeigen sie mit „China Rising“ mal wieder ihre Liebe zum Detail und ein Auge für die kleinen Elemente, die sich auf jeder der vier neuen Karten zu einem grossen Ganzen zusammenpuzzeln: Dieses fiese kleine Nadelöhr, die Gebirgslandschaft im Dragon Valley, wo wir uns mit pechschwarzen WZ-10-Kampfhelikoptern unter Radar anschleichen und den amerikanischen Invasoren im Drachental zeigen, wer hier die Stäbchen in der Hand hält. Guilin Peaks (oder Guilin Gipfel) wiederum spielt sich ganz anders, ist viel mehr eine organische Abwandlung von Operation Locker aus „Battlefield 4“, dem Hauptspiel. Zwischen steilen Bergpisten kräuseln sich hier allerlei Höhlensysteme.  Mal umgehen wir den Feind und fallen ihm in den Rücken, dann wieder wollen wir eine Flagge sichern und preschen dabei mehr durch Zufall ins Sperrfeuer der US-Marines.

Die DLC-Karten im Check:


Analyse, Tipps und Tricks 

Silk Road / Die Seidenstrasse



ScreenshotWow, ist das gross. Es ist die grösste Karte des DLCs und wirft dich in gewaltige Panzerschlachten mitten in der Wüste. Drei M1A2 Abrams stehen der gleichen Zahl an chinesischen Type 99 MBTs gegenüber. Flankiert werden sie von jeweils zwei Schützenpanzern und zwei Buggys mit aufgeschraubtem Maschinengewehr auf dem Dach. Während also drum herum das pure Chaos ausbricht, bildet die Militärbasis in der Wüste mit Flaggenpunkt D eine Art Insel. Nur hier kann sich Infanterie bekämpfen ohne Angst zu haben, überfahren zu werden. Etwas problematisch ist allerdings die Balance, da im Grunde nur Scharfschützen und Ingenieure auf der Seidenstrasse glücklich werden. Sniper finden in den staubigen Dünen und auf hohen Sandformationen genügend Verstecke, von denen sie in die Basis feuern können und Ingenieure müssen eigentlich nur den Javelin-Raketenwerfer mitnehmen und noch einen Kollegen, der das SOFLAM ausrichtet und damit Panzer, Jets und Helikopter markiert. Ein wahrer Punkteregen ist für beide garantiert, denn die Karte bietet für Panzerpiloten kaum Deckung. Die stehen also sehr frei und Scharfschützen (oder seit „Battlefield 4“ alle“ Einheiten mit SOFLAM können beliebig weit ihren Laser-Marker auswerfen. Ähnliches gilt gegen Helikopter sowie Kampfjets: Die können anders als auf beispielsweise Golmud Railway nicht hinter Häusern abtauchen, sondern sind Raketenbeschuss auf weite Strecken ausgeliefert. Natürlich werden die Piloten Flares einsetzen und euch mit ihrer Gatling jagen, doch wer ein fähiges Raketen-Squad in der Armee hat, kann damit signifikant Schaden anrichten.

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Was sich nach Balance-Schwierigkeiten im Kartendesign anhört, führt allerdings zu sehr intensiven und vor allem hochtaktischen Schlachten. Insbesondere der Commander hat alle Hände voll zu tun um die verschiedenen Truppenkörper effizient einzusetzen: Raketen-Teams müssen die Panzerbrigade vor Jets schützen, Scharfschützen decken wiederum die Ingenieure. Noch dazu befindet sich in der Mitte der Karte in der Militärbasis der Kommando-Bunker für den brandneuen Bomber, der mit dem DLC „China Rising“ eingeführt wird. Nehmen wir als Chinesen den Bunker ein und aktivieren die Steuerkonsole, wird ein Xian H-6K gestartet. Die Amerikaner wiederum erhalten einen B1B-Lancer, wenn sie den Bunker und damit die Flagge D sichern. Das ist eine schöne Idee, so wird die Kampfeslust in dem Bereich immer wieder angestachelt, auch wenn die Bomber deutlich schwächer sind als das AC130 Gunship, welches insbesondere den Rush-Modus von „Armored Assault“ damals aus der Balance geraten hat lassen.

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