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Final Fantasy XIV: Shadowbringers - Test / Review

Revolverklinge und Tänzer

Test Video hgumprecht getestet auf PC

Mit der kostenpflichtigen Erweiterung "Shadowbringers" erhält das MMORPG "Final Fantasy XIV" eine neue Region, zwei zusätzliche Rassen, zwei frische Jobs, jede Menge Nebenmissionen, Dungeons und Raids, eine exzellente Fortführung der Hauptgeschichte und vieles mehr. Wir haben das Add-on auf Herz und Nieren geprüft und verraten euch hier, ob sich ein Kauf wirklich lohnt.

Am 02. Juli 2019 erschien mit "Shadowbringers" eine Erweiterung für das beinahe zehn Jahre alte MMORPG "Final Fantasy XIV" und verhalf dem Online-Spiel umgehend zu neuer Beliebtheit. Seit das kostenpflichtige Add-on auf dem Markt ist, haben sich die Spielerzahlen auf Steam verdoppelt. Die Foren und Kommentarsektionen auf einschlägigen Seiten sind voller Lob, und man könnte meinen, dass Square Enix dieses Mal alles richtig gemacht hat.

Wir haben uns "Shadowbringers" über eineinhalb Wochen ganz genau angesehen und die frischen Inhalte ausgiebig getestet - von der neu eingeführten Welt voller unbekannter Gebiete über die zusätzlichen Jobs (Revolverklinge und Tänzer) und Völker (Hrothgar und Viera) bis hin zu den vielen Quests, Dungeon-Herausforderungen und Raids. Quantitativ mangelt es der Erweiterung also an nichts. Wie es mit der Qualität aussieht, verraten wir euch nachfolgend.

Die Revolverklinge

Die katzenartigen Biester der Hrothgar und die attraktiven, mit Hasenohren versehenen Viera sind nicht die einzige Möglichkeit, den selbst erstellten Charakter von der Masse abzuheben. Hat eine eurer Figuren bereits Stufe 60 erreicht, dürft ihr euch entscheiden, den Job als Revolverklinge oder Tänzer anzunehmen. Diese neuen Klassen beginnen entsprechend mit Stufe 60 und erhalten zum Start ein passendes Ausrüstungs-Set und eine Waffe, damit ihr direkt loslegen könnt.

Screenshot

Bei der Revolverklinge handelt es sich um einen Tank, der wie Squall Leonheart aus "Final Fantasy VIII" Gunblades nutzt. Ähnlich wie die bereits bekannten Tankjobs verwendet auch die Revolverklinge Fähigkeiten, die aneinandergereiht werden und Kombos bilden. Doch im Gegensatz zu den Kombos von bisherigen Klassen in "Final Fantasy XIV" verfügen diese nicht immer über die gleiche Länge, sondern ändern sie je nach Situation und eingesetztem Skill.

Für alte Hasen kann dies ein wenig gewöhnungsbedürftig sein. Wir haben es nichtsdestoweniger als nette Abwechslung wahrgenommen, die der Revolverklinge mehr Identität gibt. Generell bewegt sich diese Klasse schneller und dynamischer als andere Tanks, was schon aus visueller Sicht interessant ist. Besonders spannend wird sie jedoch erst dadurch, dass sich Fähigkeiten in den aktuellen Kombofluss hineinweben lassen und es so ermöglichen, immer und sekundenschnell auf die Herangehensweise des Gegners zu reagieren.

Für Tank-Neulinge eignet sich dieser Job leider eher weniger, da er deutlich komplizierter als beispielsweise der Paladin ist. Da die Revolverklinge wie schon erwähnt auf Stufe 60 startet, müsst ihr sie Schritt für Schritt einspielen, was selbst bei Veteranen einige Stunden dauern dürfte.

Die Spezialisierung dieses Tanks sieht vor, dass ihr Erda-Patronen aufbaut, um mächtige Fähigkeitenketten auszulösen. Zusätzlich habt ihr viele Möglichkeiten, die Feindseligkeit von Gegnern zu manipulieren und die eigene Standfestigkeit zu erhöhen. Also all das, was ein echter Schild der Gruppe im Repertoire haben muss. Unterm Strich ist die Revolverklinge eine spannende und interessante Ergänzung der bisherigen Jobs und definitiv eine Klasse, die eingespielte Veteranen ausprobieren sollten.

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