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Hitman 2 - Vorschau / Preview

Agent 47 schlägt wieder zu

Vorschau Benjamin Braun

Bereits seit 18 Jahren beseitigen wir in IO Interactives Stealth-Actionreihe den Abschaum der Gesellschaft. In „Hitman 2“ lässt euch das dänische Studio erneut in die Rolle des glatzköpfigen Meuchelmörder mit dem Barcode im Nacken schlüpfen. Wie immer ermöglicht euch auch der neueste Serienteil viele kreative Freiheiten beim Töten und bestraft euch für Morde an Zivilisten. Da nun auch das ungeliebte Episodenkonzept des Vorgängers Geschichte ist, könnte der neue Teil zum bislang besten Abenteuer des Hitman werden.

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Sie heissen Andrea Martinez, Jorge Franco und Rico Delgado – und wir sollen ihnen das Licht auspusten. Es sind keine guten Menschen, sondern Kriminelle, Mitglieder des kolumbianischen Drogenkartells, Leute, die vor Mord und Totschlag nicht zurückschrecken. Ob sie den Tod wirklich verdient haben, ist eine Frage, die uns nicht weiter beschäftigt. Wir sind Agent 47 und es ist unser Job, diese und anderen Kriminelle gegen ein gewisses Entgelt aus dem Weg zu räumen. Kennern der „Hitman“-Reihe erzählen wir damit nichts Neues, denn es ist genau das, was wir bereits seit dem im Jahr 2000 erschienen ersten Serienteil „Hitman: Codename 47“ tun. Grosse spielerische Freiheiten und viele kreative Möglichkeiten, die Zielpersonen aus dem Weg zu räumen, zählten schon immer zu den Kernkompetenzen der Reihe. Doch mit „Hitman 2“ könnte Entwickler IO Interactive die Stärken des Hitman auf die Spitze treiben. Wir konnten das neue Abenteuer von Agent 47 in Hamburg mehrere Stunden für euch anspielen.

Grosse Freiheit Nummer 47

Die Einsatzgebiete in „Hitman 2“ werden euch erneut rund um den gesamten Globus führen. So macht ihr unter anderem Halt in Miami, wo ihr ein Strassenrennen besucht, oder landet in der eingangs erwähnten kolumbianischen Provinz. Man könnte an diesen Orten zwar vielleicht auch einfach das Rennen verfolgen oder Urlaub machen, aber ihr seid natürlich dort, um zu arbeiten. Konkret findet ihr auf den mittelgrossen bis grossen Karten im Regelfall gleich mehrere Zielpersonen, deren Leben ihr beenden sollt. Wie genau ihr das anstellt, bleibt mehr oder weniger komplett euch überlassen. Lockt ihr die Zielperson mit einer geworfenen Münze in eine düstere Ecke, um sie von hinten mit der berühmten Klaviersaite des Hitman zu erdrosseln? Mischt ihr Gift ins Getränk eures Opfers, das ihm statt der erhofften Erfrischung den Tod bringt? Wer möchte, darf auch ein gigantisches Blutbad anrichten, Zielpersonen, Wachen und sogar Zivilisten erschiessen. Die Balleroption scheint uns tatsächlich sogar etwas leichter geworden zu sein, denn ganz so schnell wie früher kippt der Hitman nicht mehr aus den Latschen.

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Bessere Überlebenschancen haben wir allerdings, wenn wir es aus dem Verborgenen heraus probiert. Wie üblich gelangt ihr nicht in jedem Outfit in jeden Bereich. Wer beim Rennen in den Boxenbereich will, sollte sich vorher etwa die Klamotten eines Mechanikers schnappen. Andernfalls wird euer widerrechtliches Eindringen schnell bemerkt und ihr enttarnt. Auf dem Anwesen des Drogenbosses Delgado in Kolumbien funktioniert es prinzipiell ähnlich. Als Gärtner verkleidet können wir uns im Gartenbereich schon mal relativ frei bewegen, im Gebäude selbst ist eine Dieneruniform schon besser geeignet. Wer eure Verkleidung dabei durchschaut, funktioniert im Prinzip noch genauso wie im Vorgänger. Um beim Beispiel der Diener zu bleiben: für die meisten der Wachmänner seht ihr aus, wie jeder andere Diener auch. Selbst wenn ihr knapp an ihnen vorbeilauft, werden sie nichts bemerken. Andere Diener hingegen kennen ihre Kollegen meistens sehr genau und werden skeptisch, wenn ihr ihnen zu nahe kommt. Damit eine Verkleidung nicht bei einer Gruppe übermächtig wird, gibt es höherrangige NPCs in jeder davon. Bestimmte Wachen oder Diener sind also besser informiert und können euch in Windeseile entlarven. Dabei bleibt „Hitman 2“ auf den normalen Schwierigkeitsgraden allerdings sehr fair. Wer euch enttarnen könnte, erkennt ihr an einer Markierung über deren Köpfen.

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