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Pikmin 3 Deluxe - Test / Review

Ewige Blumenkraft oder verwelkte Blüten?

Test Video Benjamin Braun getestet auf Nintendo Switch

Nintendo veröffentlichte seit dem Switch-Launch bereits eine Reihe ehemaliger Wii-U-Exklusivtitel. Nun steht mit "Pikmin 3 Deluxe" endlich auch das farbenfrohe Echtzeitstrategiespiel mit den liebenswerten Pflanzenhelfern bereit. Was die Switch-Umsetzung neu, besser oder einfach nur anders macht, haben wir für euch herausgefunden.

Nintendos Switch hat auf dem Markt der Spielekonsolen eingeschlagen wie eine Bombe und findet auch jetzt noch reissenden Absatz - und das vollkommen zu Recht! Dem Vorgängermodell war kein so grosser Erfolg beschieden, und wohl auch deshalb veröffentlichten die Japaner in den letzten Jahren eine Reihe von Wii-U-Titeln erneut für die als Hybridkonsole gestartete Switch. Während sich etwa bei "Mario Kart 8 Deluxe" auch grössere inhaltliche Anpassungen ergaben, handelt es sich bei "Pikmin 3 Deluxe" praktisch nur um eine Portierung auf die aktuelle Nintendo-Plattform. Die knuffige Echtzeitstrategie hat dadurch jedoch nichts von ihrem Charme verloren und uns erneut grossen Spass gemacht.

Drei Astronauten und fünf Pikmin-Arten

In "Pikmin 3 Deluxe" schlüpft ihr wie gehabt in die Rolle von Alph, einem Astronauten, der in der Nähe eines unbekannten Planeten strandet. Er muss Kollegin Brittany und seinen Captain dort wiederfinden, denn ohne deren Hilfe kann er sein Raumschiff nicht reparieren und nach Hause zurückkehren. Ganz allein wäre Alph dieser Aufgabe nicht gewachsen. Bereits bei seiner ersten Landung auf der Welt, bei deren Dimensionen er sich vorkommen muss wie die winzigen Mädchen und Jungs im Disney-Film "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft", begegnet er glücklicherweise der ersten von fünf Pikmin-Arten in der Kampagne - in anderen Spielmodi gibt es noch zwei weitere. Wie kleine Karotten sehen die rot gefärbten Kerlchen aus und müssen nach dem Keimen innerhalb einer Zwiebel beim Ernten genau so aus dem Boden gezogen werden.

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Schon die roten Pikmin können Hindernisse aus Sand einreissen und gegen die meist insektartigen Gegner kämpfen und reagieren auf einen örtlich begrenzten Pfeifenruf gehorsamer als jeder gut erzogene Hund. Während die roten Pikmin gegen Feuer immun sind, können andere Elemente ihren Tod herbeiführen. Eine Berührung mit Strom oder Wasser lässt ihre ansonsten so quietschvergnügte Seele sozusagen in die ewigen Pflanzengründe aufsteigen. Deshalb gilt es stets, die unterschiedlichen Fähigkeiten von den roten, schwarzen (Fels-Pikmin), gelben (Elektro-Pikmin), lilafarbenen (Flug-Pikmin) und blauen (Wasser-Pikmin) Kreaturen zu beachten.

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Nur mit den harten Fels-Pikmin könnt ihr etwa hinderliche Glastore zerstören, um einen Durchgang zu schaffen. Durchbrochene Stromleitungen stellt ihr ausschliesslich mit den gelben Pikmin wieder her. Das sind jedoch nur Beispiele für die speziellen Fähigkeiten und Besonderheiten etwa bezogen auf die Resistenzen. Feinde, die Stampfattacken ausführen, machen alle Pikmin im wahrsten Sinne des Wortes platt. Die besagte Angriffsart kann nur dem Fels-Pikmin nichts anhaben. Ausschliesslich die geflügelten Pikmin können bestimmte Objekte anheben und etwa ein Hindernis an einem kleinen Bach beseitigen. Gute Kämpfer sind sie allerdings nicht und ziehen in einem Duell mit einem normalen Gegner oder Boss im Regelfall schnell den Kürzeren.

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