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Project Morpheus

eyes on-Session mit Project Morpheus

Vorschau Beat Küttel

Normalerweise trifft man sich auf der E3 ja zu Hands-on-Sessions. Wenn es jedoch um Sonys Virtual-Reality-Headset mit dem derzeitigen Namen “Project Morpheus” geht, wird daraus schnell einmal ein “eyes on”. Wir hatten in einem kleinen Nebenraum mit den Entwickler von Sony London Studio die Gelegenheit, selber erste Erfahrungen zu sammeln. Zwar betonten die Vertreter vor Ort, dass es sich bei den beiden zu Verfügung stehenden Demos nur um technische Spielereien und nicht um Konzepte für fertige Games handelte, dennoch wollen wir natürlich einen kritischen Blick auf die ganze Sache werfen. Also, Augen auf und Bühne frei für unser Preview der Demos zu “Street Luge” und “The Deep” für Project Morpheus.

Als wir den kleinen, nur spärlich beleuchteten Vorführraum in einem Nebengang des LA Convention Centers betreten, werden wir herzlich per Handschlag begrüsst, doch unser Blick fällt sofort auf ein Stück Hardware, das auf dem Tisch bereitliegt. Das ist es also, das Virtual-Reality-Headset aus dem Hause Sony. Etwas klobig zwar, aber dennoch irgendwie stylisch, vor allem, wenn man es mit der Konkurrenz wie etwa dem Oculus-Rift-Headset vergleicht. Doch natürlich kommt es auch hier (wie fast überall im Leben) auf die inneren Werte an, und so lassen wir uns nach einigen kurzen Erklärungen in freudiger Erwartung das Headset sowie Kopfhörer überstülpen, um in die erste Demo einzutauchen. Und “eintauchen” ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen, denn bei “The Deep” handelt es sich um einen kurzen, virtuellen Tauchgang in einem Käfig. Wir ihr euch vorstellen könnt, sind die Interaktionsmöglichkeiten dabei also einigermassen beschränkt, aus dem Käfig raus können wir während der Demo nicht.Screenshot

Headtracking und ein ungebetener Gast

Natürlich probieren wir das Feature zuerst aus, für das Virtual Reality hauptsächlich entworfen wurde: Nämlich das freie sich Umsehen im Raum. Das Headtracking funktioniert dabei makellos, und so schauen wir nach links, rechts, blicken nach oben zu unserem Boot aus dem wir heruntergelassen wurden oder gucken nach unten auf unsere virtuellen Füsse. Auch die Hände sind nicht ganz untätig, denn in unseren (richtigen) Fingern halten wir den DualShock 4 Controller, welcher sich aber aus unserer Sicht in eine Leuchtpistole verwandelt. Zwar lässt sich damit nicht viel anderes anstellen, als die Umgebung zu erleuchten, aber wenn wir unsere Hände (und damit den Controller) hin und her bewegen, tun es ihnen die in-Game Hände gleich, was schon irgendwie cool wirkt. Bewerkstelligt wird dies natürlich mittels des hellen Lichts am DualShock 4, welches von der angeschlossenen PlayStation Camera erfasst und entsprechend in Bewegungen umgesetzt wird. Das einzige Problem, dem wir dabei begegneten war, als wir uns um knapp 180° wegdrehten, um eben auch zu sehen, was sich hinter uns im Käfig befindet. Den in dieser Position “sieht” die Kamera natürlich das Licht des Controllers nicht mehr und entsprechend fällt auch die Illusion der umgesetzten Handbewegungen auseinander.

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