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Animal Crossing: New Horizons - Test / Review

Auf zu neuen Horizonten?

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Mit "Animal Crossing: New Horizons" feiert eine weitere, überaus beliebte Nintendo-Reihe ihr Debüt auf der Switch. Die Entwickler setzen dabei nicht nur auf die Tugenden der Serie, sondern integrieren auch einige spielerische Neuerungen, die teils schon lange auf der Wunschliste der Fans standen. Doch reicht es für das Inselabenteuer zum Pflichtkauf?

Ein Umzug in bislang unbekannte Gefilde ist immer aufregend. Doch sobald man einmal heimisch geworden ist, will man eigentlich gar nicht mehr weg. In "Animal Crossing: New Horizons" hatten wir tatsächlich von Beginn an keinerlei Sehnsucht nach einem anderen Ort. Viel zu sehr waren wir bei der Besiedlung einer abgelegenen Insel damit beschäftigt, Insekten zu fangen, Obst anzubauen oder unser Eigenheim immer schöner zu machen. Die putzige Lebenssimulation für Nintendo Switch macht dabei im Kern gar nicht so viel anders als die Vorgänger auf GameCube, Wii oder 3DS, entfaltet dabei aber wie gehabt eine unnachahmliche Sogwirkung.

Vom Auswanderer zum Inselsprecher

"Animal Crossing: New Horizons" beginnt gar nicht so viel anders als die früheren Serienteile. Mit eurem menschlichen Avatar habt ihr bei Tom Nooks neuer Firma die Reise zu einer entlegenen Insel gebucht, auf der ihr ein neues Zuhause erschaffen wollt. Da ihr schon recht bald zum Inselsprecher gewählt werdet, dürft ihr auch den Namen der Insel festlegen, die in ihren Ausmassen überschaubar bleibt. Dummerweise ist die Zeichenbegrenzung recht kleinlich geraten. Für unseren Wunschnamen "Neue Schweiz" reichten die maximal zehn Stellen nicht aus, "Neuschweiz" passte gerade noch so rein.

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Euer Held ist auch in "New Horizons" der einzige Mensch im gesamten Spiel. Nook, die Händler Nepp und Schlepp, andere bekannte Figuren wie Tina sowie neue Wegbegleiter sind Marder, Igel, Vögel oder Katzen und sprechen ausschliesslich in einer Fantasiesprache. Der aus praktisch jedem vorherigen Teil bekannte Tanuki Nook ist zwar deutlich freundlicher im Umgangston geworden, will für den Inselausstieg aber dennoch wie gewohnt entlohnt werden. Nur wenn ihr diese Aufgaben erfüllt, wobei ihr alle Zeit der Welt habt und generell nie unter Druck gesetzt werdet, erweitert ihr eure Möglichkeiten. Ein Haus gibt es etwa erst nach Abzahlung des ersten, noch relativ überschaubaren Kredits.

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Damit ist dann auch das an sich nicht weiter definierte Spielziel klar: Wollt ihr eure Möglichkeiten erweitern, müsst ihr Geld verdienen, denn hauptsächlich durch das Abbezahlen der Kredite erhaltet ihr weitere Blaupausen. Nur dann könnt ihr weitere Einrichtungsobjekte, bessere Werkzeuge oder auch eine Brücke über einen Fluss errichten, damit sich auch mögliche weitere Bewohner dort ansiedeln wollen. Erweiterungsmöglichkeiten für euer Haus ergeben sich zudem erst dann, wenn ihr weitere, deutlich höhere Kredite abbezahlt habt. Geld verdient ihr ausschliesslich durch den Verkauf von Waren. Ihr schüttelt also Früchte von Bäumen, hackt Holz oder fangt Insekten mit einem Netz oder Fische mit der Angel. Notfalls sammelt ihr aber auch einfach Unkraut ein, das im Verkauf gar nicht so wenige Sternis, die Hauptwährung im Spiel, einbringt.

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