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Dying Light 2 - Vorschau

Stadt der (Un)Toten

Vorschau Video Ulrich Wimmeroth

Schon wieder Zombies massakrieren, wird das nicht langsam reichlich öde? Garantiert nicht, wenn ein Protagonist mit Parkoursfähigkeiten die Hauptrolle übernimmt, der Spieler immer wieder mit schweren Entscheidungen konfrontiert wird und Chris Avellone für eine spannende Story sorgt.

Mit dem Zombie Apokalypse-Abenteuer Dying Light haben die Entwickler des polnischen Studios Techland jetzt nicht unbedingt das Survival-Horror-Genre neu erfunden, aber halten seit mehr als drei Jahren die Fans mit frischen Inhalten bei der Stange. Der originelle Ansatz, einen Helden mit Parkoursfähigkeiten auszustatten, bei denen sich sogar Faith aus Mirror’s Edge noch eine dicke Scheibe abschneiden könnte und der riesigen Spielwelt einen spannenden Tag- und Nacht-Rhythmus zu verpassen, kam an. Wenn es etwas an dem blutigen Endzeit-Schnetzler zu kritisieren gäbe, dann die gerade mal durchschnittlichen Handlungsstränge, die nun wirklich keinen Zombie hinter der Ecke hervorlocken. Aber das soll sich in dem auf der E3 angekündigten „Dying Light 2“ ändern, denn für die Story wurde mit Chris Avellone, der bereits für mehrere Studios an narrativen Giganten, wie „Fallout: New Vegas“, „Pillars of Eternity“, „Prey“ oder „Divinity: Original Sin 2“ gearbeitet hat, ein erfahrener Autor eingekauft.

Die letzte Stadt

Screenshot

15 Jahre nach dem Ausbruch der Zombieseuche haben die Infizierten die Welt in weiten Teilen überrannt. Es gibt keine Regierungen und Gesetze mehr und die wenigen Überlebenden haben sich in den letzten, langsam verfallenden Städten zusammengefunden, um zumindest ein wenig Schutz gegen die Beisser zu finden. „Dying Light 2“ spielt in einem dieser Zufluchtsorte, einer fiktiven europäischen Grossstadt, in der tagsüber gewaltbereite Banden den Ton angeben und nachts die Zombies unangefochten die Strassen beherrschen. Ein „modernes Mittelalters“, irgendwo zwischen „Mad Max“ und „The Walking Dead“, nennen die Entwickler von Techland ihr unschönes postapokalyptisches Szenario. Der Spieler übernimmt erneut die Rolle eines namenlosen - diesmal aber nicht sprachlosen - Helden, der gerade in der ehemaligen Metropole eingetroffen ist, sich gleich mit menschlichen Monstern und Zombies anlegt und mit seinen Entscheidungen massgeblich Einfluss auf die Entwicklung der gesellschaftlichen Zwangsgemeinschaft nimmt.

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